Visp

Und wieder ist Visp eine Reise wert

Den ersten Saisonmatch in der Eishockey-Swiss-League hatte Kloten bei den Wallisern 4:0 gewonnen, diesmal gab es sogar ein 5:0.

Klotens Goalie Dominic Nyffeler und seine Vorderleute haben Mark van Guilder und seine Visper Sturmkollegen im Griff.

Klotens Goalie Dominic Nyffeler und seine Vorderleute haben Mark van Guilder und seine Visper Sturmkollegen im Griff. Bild: Hans-Peter Berchtold

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Sogar in der Vorbereitung auf diese Meisterschaft tat Kloten das, was das Team seit dem Abstieg in die Swiss League stets tut: Siegen in Visp. Sei es in der alten oder in der neuen Arena. In der neuen hat Kloten sogar noch kein Gegentor kassiert, der nächste Auftritt in Visp wäre frühestens im Playoff.

4:2, 4:1 und diesen Herbst 4:0 – Kloten hat bis gestern stets vier Goals erzielt im Wallis. Diesmal wurden es am Ende gar fünf, nachdem es am Anfang nicht wirklich nach einem einseitigen Abend ausgesehen hatte.

Nyffelers siebter Shutout

Doch Kloten hatte erneut einen Trumpf zuhinterst. Dominic Nyffeler hinderte Visp daran, das erste Tor zu schiessen – auf der andern Seite half Rego Lory bei zwei der ersten drei Goals mit. «Der Schlüssel zum Erfolg war die Defensive», sagte Trainer Per Hanberg. «Die Spieler haben das gemacht, was wir diese Woche genauer angeschaut haben. Zum Beispiel in der eigenen Zone wieder viel mehr auf den Mann geschaut statt auf den Puck.» Dazu hätte sein Team die Gegner sehr gut ausserhalb der gefährlichen Zonen gehalten. Die Null im Resultat spricht Bände. Nicht manchem Team ist es in Visp gelungen, das Ausländerduo Van Guilder/Josephs, ergänzt durch Topskorer Dolana, vom Skoren abzuhalten. Kloten hat das nun zweimal getan. Und Dominic Nyffeler seinen bereits siebten Shutout der Saison hingelegt. Ein Spiel ohne Gegentor kostet ihn jeweils eine Runde Schoggi-Gipfeli, die er gerne ausgibt.

Nach den ersten sechs Partien des Novembers hatte Kloten im Schnitt exakt zwei Tore geschossen, deutlich zu wenig. Das wurde innerhalb kürzester Zeit korrigiert. Jules Sturny erzielte in seinem 15. Match das erste Goal für seinen neuen Club, dieses 1:0 nach 27 Minuten öffnete das Tor zum Sieg. Patrick Obrist mit seinem zweiten Saisontor, das er erst noch in Unterzahl schoss, und Marc Marchon erhöhten dann innerhalb von 58 Sekunden auf 3:0. «Damit haben wir ihnen die Energie genommen», sah Hanberg. Sein Team hatte noch nicht genug. Robin Figren nach perfekter Kombination mit Faille und Ganz und dann noch einmal im Powerplay erhöhte auf 5:0. «Einen solchen Sieg in Visp nehme ich immer gerne», sagte Hanberg. Immerhin waren in diesem Match der Zweite und der Dritte aufeinandergetroffen. Visp hätte Kloten überholen können, ist jetzt aber wieder vier Punkte zurück. Und Langenthal, am Samstag noch Sieger in Kloten, büsste durch eine Heimniederlage gegen die GCK Lions auch Punkte ein. Nur der HC Ajoie liegt weiterhin vor Kloten. Am Sonntag in der nächsten Runde, in der der HC Thurgau in Kloten antritt, geht es erneut um wichtige Punkte.

Starkes Boxplay

Für Kloten positiv war, dass es endlich wieder auch Tore bei numerischem Gleichstand erzielte. Zwei waren es in den sechs Partien zuvor gewesen, gestern wurden es drei (das 1:0, das 3:0 und 4:0), dazu kam ein Goal in Unterzahl und eines im Powerplay. Das Spiel mit einem Mann weniger war erneut eine grosse Stärke Klotens. Sieben Strafen liefen ohne Schaden ab.

Ob sich die Umstellungen ausgezahlt haben, lässt sich nach einem Spiel noch nicht sagen. Aber die fünf Goals sind mal eine erste Antwort, Éric Failles vier Skorerpunkte ebenfalls ein Zeichen für eine Aufwärtstendenz. Visp dagegen erntete Buhrufe des eigenen Publikums, als Trainer Alatalo in der 58. Minute ein Timeout nahm.

Erstellt: 29.11.2019, 23:29 Uhr

Match-Telegramm

Visp - Kloten 0:5 (0:0, 0:3, 0:2)

Lonza-Arena. – 3012 Zuschauer. – SR Fausel, Staudenmann; Steenstra (Ka) / Dreyfus. – Tore: 28. Sturny (Faille) 0:1. 34 (33:47) Obrist (Forget; Ausschluss Harlacher!) 0:2. 35. (34:45) Marchon (Faille, Truttmann) 0:3. 51. Figren (Ganz, Faille) 0:4. 55. Figren (Marchon; Ausschluss Brügger) 0:5. – Strafen: 6x2 gegen Visp, 7x2 gegen Kloten. – Visp: Lory; Camperchioli, Furrer; Steiner; Wiedmer, Nater; Brantschen, Heynen; Josephs, Van Guilder, Dolana; Spinell, Rith, Haberstich; Burgener, Achermann, Hofstetter; Berger, Brügger, Riatsch; Petrig. – Kloten: Nyffeler; Back, Stämpfli; Grossniklaus, Steiner; Ganz, Kindschi; Harlacher; Sturny, Sutter, Obrist; Figren, Faille, Knellwolf; Truttmann, Forget, Marchon; Krakauskas, Lemm, Füglister; Wetli. – Bemerkungen: Visp ohne Ranov (krank), Kloten ohne Kellenberger, Lehmann, Kälin (verletzt). – Schweigeminute für den am 22. November im 88. Altersjahr verstorbenen Rolf Meyer, Mitglied des Visper Meisterteams 1962.

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