Dielsdorf

Viel Spektakel neben Wasser und Eis

Die Betreiber der Sportanlage Erlen planen zum 40. Jahr des Bestehens mehr Veranstaltungen. Im Juni stehen Thaiboxkämpfe und ein Musikfestival auf dem Programm. Mehr Publikum anlocken sollen auch ein Hamam oder ein Osterbrunch.

Grosse Veranstaltungen sollen in der Sportanlage Erlen für mehr Unterhaltung sorgen. Auf der Wiese, wo Mirella Müller vom Eventteam im Moment noch alleine steht, findet im Juni ein Musikfestival mit dem «Alpentainer» Trauffer als Hauptattraktion statt.

Grosse Veranstaltungen sollen in der Sportanlage Erlen für mehr Unterhaltung sorgen. Auf der Wiese, wo Mirella Müller vom Eventteam im Moment noch alleine steht, findet im Juni ein Musikfestival mit dem «Alpentainer» Trauffer als Hauptattraktion statt. Bild: Sibylle Meier

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Die Sportanlage Erlen an der Gemeindegrenze zu Niederhasli gehört zu Dielsdorf wie der Bahnhof oder die Post. Sie beheimatet Vereine wie den örtlichen Fussballclub, den Eissportverein Dielsdorf-Niederhasli (EVDN) und den Tennisclub Erlen. Die Bevölkerung aus und um Dielsdorf geht dort schwimmen, läuft Schlittschuh oder erholt sich in der Wellnessanlage. Die Erlen wurde von den Trägergemeinden Dielsdorf, Niederhasli und Steinmaur zwischen 1975 und 1982 in drei Etappen mit einem Brutto-Gesamtaufwand von 19,5 Millionen Franken gebaut und wird in Form einer Aktiengesellschaft geführt. 2011 wurde einer Gesamtsanierung und Erweiterung der Sportanlage für 16 Millionen Franken an der Urne zugestimmt.

Dieses Jahr begeht die Sportanlage ihr 40-Jahr-Jubiläum. Geschäftsführer Peter Müller will aber nicht primär zurückschauen, sondern in die Zukunft: «Wir planen, die bestehende Infrastruktur vermehrt für Veranstaltungen zu nutzen.» Einerseits würden sich die überdeckte Eishalle sowie die Aussenanlagen für Anlässe jeder Art geradezu anbieten. «Im Sinn der Trägergemeinden ist es andererseits, dass durch zusätzliche Angebote mehr Einnahmen generiert werden.» Diese sollen das Defizit der Erlen verkleinern und für Wartungsarbeiten eingesetzt werden.

Der Berner Peter Müller kommt ursprünglich aus der IT- und Marketingbranche und ist seit einem Jahr Geschäftsführer der Erlen. Mit der Ankündigung, mit Events neuen Schwung in die Sportanlage zu bringen, erfüllt Müller den Auftrag, der ihm bei seiner Einstellung vom Verwaltungsrat erteilt wurde: für eine bessere Auslastung und Vermarktung der Anlage sorgen.

Für jedes Alter

Einiges hat sich seit seinem Amtsantritt schon getan. Müller stellte für das Restaurant einen neuen Koch ein. Für Kinder fanden im letzten Herbst und in den Sportferien spezielle Animationscamps statt. Später im Jahr servierte der Samichlaus Glühwein auf dem Eis, Ende März gibts einen Osterbrunch. Geplant ist ein spezieller Anlass zum 40. Geburtstag der Erlen oder ein Caliente-Festival mit südamerikanischer Kultur. Im Sommer 2015 erweckte Müller in Zusammenarbeit mit dem Winterthurer Eventmanager Martin Kaiser das «Kino am Pool». Vorgesehen ist, dass die Open-Air-Filmvorführungen 2017 ein weiteres Mal in Dielsdorf stattfinden.

Zum Team, das traditionelle Angebote mit neuen Impulsen aufpeppt, gehört auch Mirella Müller, die Frau des Geschäftsführers. «Die Damensauna haben wir mit einem türkischen Hamam und speziellen Pflegeprodukten erweitert. Das kam bei der weiblichen Kundschaft sehr gut an.» Die Herausforderung sei es, Angebote für jede Altersklasse zu finden. «Kinder wollen Spass, Jugendliche ein Strandfeeling, die ältere Kundschaft eher Ruhe und Entspannung», sagt Mirella Müller.

Es gehe nicht darum, die Erlen neu zu erfinden, sondern die bestehende Infrastruktur mehr auszulasten und zusätzliche Anreize zwischen den beiden Hochsaisons zu schaffen. «Die Eisflächen im Winter oder die Schwimmbecken im Sommer belegen sich von selber.» Der Anfang sei gemacht, jetzt müsse die Kundschaft noch besser sensibilisiert werden. «Es braucht immer Zeit, bis die Leute merken, dass es etwas Neues gibt», meint Mirella Müller, die beruflich aus dem Verkaufs- und Marketingsektor kommt.

Der Polizist im Ring

Wie das «Kino am Pool» sollen auch grössere Veranstaltungen in der Erlen Platz finden. Am Samstag, 25. Juni, steht ein Musikfestival auf dem Plan. Am Nachmittag werden der Deutsche Stefan Gebauer mit einer Piratenshow und die Countryband Hilfssheriff Tom die Kinder unterhalten. Danach werden dann die Achtelfinalspiele der Fussball-EM in Frankreich übertragen – eventuell mit Schweizer Beteiligung. Am Abend gibt es dann Livemusik mit der Neeracher Band Crush Ice und den Berner Oberländer Hitparadenstürmern Trauffer.

Bereits eine Woche früher, am Samstag, 18. Juni, verwandelt sich die Erlen zur Thaiboxarena. Der Niederhasler Ali Shaqiri, der in Regensdorf mit dem Ali-Thai-Gym eine eigene Kampfsportschule betreibt, organisiert zusammen mit seinen Helfern Sadin Zenku und Claudio Scoletta eine Muay-Thai-Nacht mit acht bis zwölf Kämpfen. Kantonspolizist Shaqiri – er arbeitet hauptberuflich am Flughafen in der Kontrollabteilung – will sich damit selber ein Geschenk machen. «Ich werde bald 40 Jahre alt und will noch einmal einen grossen Kampf bestreiten.» Er wird deshalb gegen einen Weltmeister aus Thailand antreten, gegen wen genau, ist noch nicht bekannt. Shaqiri trainiert viel in Thailand und kuriert dort nach einem Unfall auch seinen Rücken aus.

Die Trägergemeinden zeigen sich erfreut über das Engagement von Peter Müller und seinem Team. Die Belebung sei ganz in ihrem Sinne und sie seien jederzeit eingeweiht darüber, was zusätzlich geplant sei, versichert Marco Renggli, Gemeindeschreiber in Dielsdorf.

Vereine helfen mit

Zusätzliche Veranstaltungen bedeuten auch Mehraufwand für die Betreiber. Für das Musikfestival vom 25. Juni werden neben den 400 bestehenden Parkplätzen noch weitere in der Umgebung gesucht. An den Anlässen kann Peter Müller auf Hilfe zählen. «Für die Sicherheit engagieren wir jeweils eine externe Firma. Für Aufbauten wie Bühne und Zäune haben der FC und der EVDN zugesagt, dass sie gerne Hand anlegen.»

Erstellt: 13.03.2016, 20:20 Uhr

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