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«Viele Halter sind rasch überfordert»

Gestern das Meerschweinchen, heute die Boa constrictor: Die Haltung von Reptilien liegt nach wie vor im Trend. Doch dieser bringt laut dem Tierschutz viele Probleme mit sich.

Tierschutzkreise stehen der privaten Haltung von Reptilien seit jeher äusserst skeptisch gegenüber. Der Zürcher Tierschutz weist zwar auf seiner Webseite darauf hin, dass es unter privaten Reptilienhaltern durchaus Spezialisten gebe, «die fast ihr ganzes Leben diesen Tieren widmen und das Know-how für eine artgerechte Haltung haben». Aber: «Diese sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen, Reptilien besser nicht zu kaufen.» Warum stehen Tierschützer der privaten Reptilienhaltung derart ablehnend gegenüber? «Weil das Halten von Reptilien deutlich anspruchsvoller und komplexer ist als die Betreuung eines Hamsters», sagt Tierärztin Martina Schybli, Leiterin der Fachstelle Heimtiere beim Schweizer Tierschutz (STS). «Viele Halter unterschätzen das und sind rasch überfordert.» So manche wollten die Tiere deshalb schnell wieder loswerden oder setzten sie gar aus.

«Leider informieren sich viele vor dem Kauf zu wenig und wollen sich das Reptil – ganz dem Zeitgeist entsprechend – lieber heute als morgen zulegen», sagt Schybli. Aufgrund dieser Tatsache sei man beim STS in den letzten Jahren immer wieder mit Tierschutzproblemen konfrontiert worden.

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