Bassersdorf

Wenn die Konditorei zum Leiterlispiel einlädt

Das Gewerbe präsentierte sich unter dem Motto Spielstadt. Dem Publikum gefiel das neue Konzept.

Mit Hobeln statt mit Curlingsteinen spielten die Besucher bei Spaltenstein Holzbau.

Mit Hobeln statt mit Curlingsteinen spielten die Besucher bei Spaltenstein Holzbau. Bild: Johanna Bossart

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Rita Sigrist von Rita’s Papeterie, Buchhandlung und Ladencafé pfiff das Kommando zum Start und elegant glitten die selbstgefalteten Papierflieger von Jolanda Grichting und Ursi Huggenberger durch die Luft. Einer schafft es einige Meter weiter. Doch den beiden Damen ging es weniger um Wettbewerb, als um den Plausch. Ebenso Freude am Spiel bereitete dem neunjährigen Ramon das Leiterlispiel vor der Konditorei Bosshart. Er hatte Glück im Spiel und Chiara Bosshart überreichte dem Schüler eine Süssigkeit. Die 9-jährige Arda bewies Talent beim Blumenmemory. Etliche Geschäftsinhaber betreuten die Spiele persönlich oder freundliche Angestellte taten dies. Die Stimmung war heiter und die Bassersdorfer Bevölkerung zeigte sich spielfreudig.

Spielerische Ideen gesucht

«Wir suchten nach Ideen, wie wir auf unkonventionelle Weise die Läden und unser Gewerbe unseren Einwohnerinnen und Einwohnern näher bringen können», sagte Christian Pfaller. Er ist Geschäftsführer des Malerbetriebs Pfaller & Söhne AG, Vorstand des Gewerbevereins Bassersdorf-Nürensdorf und Gemeinderat.

Ähnlich, der Bassersdorfer Fasnacht, wollte das OK kreative Wege gehen. Es entdeckte diese Art der Präsentation in anderen Gemeinden und schneiderte das Konzept auf die Bedürfnisse der Ladengruppe und des Gewerbeverein zu. «So kam die Idee von der Spielstadt auf. Die Menschen sollen die Betriebe und Dienstleistungen auf lebendige und spielerische Weise besser kennen lernen», fügte Pfaller hinzu.

So seien die Verantwortlichen überein gekommen, einen Parcours durch die Geschäfte zu veranstalten, bei welchem sich die Menschen aktiv einbringen können. Als fast einzige Regel galt: Die Spiele müssen unmittelbar im Zusammenhang mit der Art des Geschäftes stehen. Und das setzten die kreativen Gewerbler fantasievoll um. Die meisten Spiele eigneten sich für Erwachsene und Kinder. Die Menschen zirkulierten im Dorfkern unter den 34 Ausstellern, Spielleiter wiesen den Weg. Bis in den späten Abend hinein wurde gespielt.

Gewerbe mit Zukunft

So wurde am Donnerstag gehämmert und gebaggert und der Tresor einer Bank durfte geknackt werden, was den Kindern besonderen Spass bereitete. Eine Fahrschule bot Traktorrennen an, für die Schönheit und das Wohlbefinden gab es im Beauty Corner Neues zu entdecken, beim Coiffeur war ein haariges Quiz zu lösen. Praktisch für jedes Anliegen ist ein Dienstleistungsbetrieb vorhanden. Dies zeigte der Parcours in seiner Vielfalt.

«Die Menschen sollen sehen, dass das Gewerbe in unserem Dorf lebt.»Christian Pfaller,
Gewerbevereinsvorstand 

In etlichen Geschäften, so zum Beispiel bei Blumen Zweerus, betreute Cornelia Zweerus den Stand. Sie gehört zur jungen Generation von Gewerbetreibenden und zeigte sich optimistisch, dass die ortsansässigen Geschäfte durchaus Zukunft haben. «Die Menschen sollen sehen, dass das Gewerbe in unserem Dorf lebt», betonte Gewerbevereinsvorstand Christian Pfaller.

Laut Dariush Daftarian vom Organisationskomitee besuchten zwischen 2000 und 3000 Menschen die Spielstadt. «Die Gewerbetreibenden wurden von der Anzahl Besucher überrascht, Gastronomen mussten nachbestellen», sagte Daftarian. Die Betreiber zeigten sich begeistert und insgesamt seien die Erwartungen übertroffen worden – gute Voraussetzungen um den Anlass nächstes Jahr zu wiederholen.

Erstellt: 23.08.2019, 16:57 Uhr

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