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Zwei Jahre Haft für Brandstiftung im Gefängnis

Ein algerischer ­Häftling wollte sich vor einem Jahr im Bezirksgefängnis Horgen das Leben nehmen. Dar­um steckte er seine Zelle in Brand. Ein Wärter rettete ihn in letzter Sekunde.

Die Feuerwehr musste den Zellenbrand im Bezirksgefängnis Horgen löschen.
Die Feuerwehr musste den Zellenbrand im Bezirksgefängnis Horgen löschen.
Archiv, Sabine Rock

Er hielt das Gefängnis nicht ­mehr aus, dar­um sah ein 27-jähriger Alge­rier anscheinend keine an­de­re Möglichkeit mehr, als sich das Leben zu nehmen. Seine ­Waffe: ein Feuerzeug. Damit ­setzte er ­seine Zelle im Bezirksgefängnis Hor­gen in Brand. Ein Wärter konnte den durch die Rauchentwicklung bereits am Boden liegenden Gefangenen in letzter Sekunde vor dem Flammentod retten. «Ich habe ihn nicht dar­um gebeten, mich aus der Zelle zu holen», sagte der Algerier gestern am Bezirks­gericht Hor­gen lapidar, ­ wo er wegen Brandstiftung vor dem Richter stand. Nachdem er im letzten Sommer das Feuer in Hor­gen gelegt hatte, wurde er ins Gefängnis nach Affol­tern verlegt, wo er rund drei Monate danach ebenfalls ein kleineres Feuer in seiner Zelle legte. Die Bilanz: ein Sachschaden von rund 57 000 Fran­ken. Dazu verletzte sich der Häftling sowie der ihn rettende Wärter in Hor­gen leicht.

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