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Männer-Slalom in FlachauManuel Feller stichelt und triumphiert

Der Österreicher gewinnt in Flachau nach Kritik an der Piste seinen ersten Slalom überhaupt. Die Schweizer erzielen ein solides Teamergebnis.

Manuel Feller holte sich den Sieg in Flachau.
Manuel Feller holte sich den Sieg in Flachau.
Foto: Eric Spiess (Keystone/EPA)

Als «Märchenwiese» bezeichnete Manuel Feller die Slalompiste von Flachau. Der Tiroler machte keinen Hehl daraus, dass sich seine Vorfreude auf das vermeintlich flache und einfache Terrain in Grenzen hielt. Viel lieber hätte er die Klassiker in Wengen und Kitzbühel bestritten, welche aber wegen Corona-Fällen abgesagt respektive verschoben werden mussten.

Für seine Äusserungen musste sich Feller in Österreicher allerhand Kritik anhören. Seine Antwort? Er holt in Flachau seinen ersten Slalom-Sieg überhaupt, distanziert den Franzosen Clément Noël um 43 und Landsmann Marco Schwarz um 70 Hundertstel.

«Dabei war ich nervös wegen all der Schlagzeilen», meint er. «Aber dann hat alles perfekt funktioniert.» Und: Feller lässt es sich nicht nehmen, den Organisatoren für die sehr gute Piste zu danken.

Solides Schweizer Teamresultat

Die Schweizer liefern in Flachau - wie schon vor Wochenfrist in Adelboden - ein solides Teamresultat. Ramon Zenhäusern (6.), Luca Aerni (8.), Tanguy Nef (10.), Loïc Meillard (11.) und Sandro Simonet (21.) holen Weltcup-Punkte.

Herauszustreichen gilt es die Leistung von Aerni: Der Kombinationsweltmeister von 2017 hat bekanntlich harte Zeiten hinter sich. In Flachau qualifizierte er sich mit Startnummer 43 sicher für den zweiten Lauf, in dem dann nur Feller schneller war. Letztmals in die Top 10 war Aerni vor drei Jahren in Zagreb gefahren.

Begonnen hatte das Rennen für die Schweizer alles andere als gut: Weil Startfahrer Daniel Yule wegrutschte, schied er bereits nach wenigen Toren aus. In den bisherigen Slaloms war der Walliser immer in den Top Ten klassiert.

Für Daniel Yule war das Rennen kurz nach dem Starthäuschen schon vorbei.
Video: SRF

Ursprünglich wäre am Samstag die legendäre Lauberhornabfahrt auf dem Programm gestanden, doch wegen der Corona-Mutation musste der Weltcup in Wengen abgesagt werden. Erst wurden die Rennen von diesem Wochenende nach Kitzbühel verschoben, später dann noch – ebenfalls wegen der Mutation – nach Flachau.