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Kolumne von Markus SommOhne C geht die CVP unter

Die Partei hat eine Umfrage über ihre Zukunft in Auftrag gegeben. Diese ist aber völlig nutzlos. Sollte das Präsidium nun aufgrund dessen den Namen ändern, wäre das kreuzfalsch.

«Das C als Handicap»: CVP-Präsident Gerhard Pfister präsentiert in Bern die Ergebnisse der Umfrage (29. Juni 2020).
«Das C als Handicap»: CVP-Präsident Gerhard Pfister präsentiert in Bern die Ergebnisse der Umfrage (29. Juni 2020).
Foto: Peter Schneider (Keystone)

Lukas Golder ist ein sympathischer, intelligenter Mensch, doch was sein Meinungsforschungsinstitut GFS Bern der CVP eingebrockt hat, dürfte die einst so ruhmreiche Geschichte dieser Partei beenden. Selten habe ich eine derart nutzlose Untersuchung gelesen wie die Umfrage, die die Berner Firma im Auftrag der CVP unter deren Mitgliedern und Wählern vorgenommen hat. Um eine simple Frage zu klärenSoll die Partei das C für «christlich» fallen lassen? haben die GFS-Forscher ein kompliziertes Modell angewandt, das nicht bloss solche trivialen Dinge prüft wie einen Markennamen, sondern das sehr viel tiefer reichende Erkenntnisse versprach: «Die Basis der Berechnung bildet ein Conjoint-Modell mit Interaktionen und Korrelationen. Mithilfe dieses Modells wurden die individuellen Nutzenfunktionen der befragten Personen geschätzt. Dies erlaubt die Bestimmung der Präferenzreihenfolge der befragten Personen.»

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