Auto

Schluckspecht im positiven Sinne

Auch die neue Generation des Renault Grand Scénic trumpft mit ihrer Variabilität auf ­ – ein idealer Begleiter für den Alltag und die Freizeit.

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Schon optisch beschreitet der neu entwickelte Kompaktvan mit seiner markanten Zweifarben­lackierung, den serienmässigen 20-Zoll-Rädern sowie der weit nach vorne gezogenen, dreigeteilten Panorama-Windschutzscheibe neue Wege.

Ein grosses Augenmerk hat Renault auch bei der Neuauflage des Grand Scénic auf gute Platzverhältnisse und eine ausgeklügelte Innenraumvariabilität gelegt, was vor allem in unserem Testwagen, in der siebenplätzigen Paradeversion «Bose», zum Tragen kommt. Dieser ist mit 4,63 Metern gut 23 Zentimeter länger als der fünfplätzige Scénic und 7,5 Zentimeter länger als sein direkter Vorgänger.

Während auf den vorderen Sitzen die Platzverhältnisse geradezu üppig daherkommen, fällt die Bilanz für die Fondpassagiere etwas ernüchternd aus. Für drei gross gewachsene Mitfahrer wird es auf den Einzelsitzen schon mal eng, vor allem die Bein- und Schulterfreiheit sorgt für kritische Blicke. Die Sitze sechs und sieben in der dritten Reihe sind nur mit etlichen Verrenkungen aufzurichten und zu erreichen. Am ehesten Kindern dürfen diese Plätz zugemutet werden.

Abgesehen von diesem Makel trumpft der neue Grand Scénic im Innenraum mit einer Fülle von nützlichen Details auf. Wie etwa dem grossen Handschuhfach, das sich elektrisch im Stil einer Schublade öffnet. Getränke und Snacks lassen sich in einem isolierten Fach kühlen. Insgesamt stehen im Passagierabteil Ablagen mit einem Fassungsvermögen von 63 Litern zur Verfügung. Auffallend ist hier die auf Schienen montierte, um 27 Zentimeter verschiebbare Mittelkonsole mit einem Schluckvermögen von 13 Litern.

Das variable Gepäckraumvolumen zählt zu den Stärken dieses Kompaktvans. Der Siebensitzer bietet bei voller Bestuhlung 189 Liter Ladevolumen. Sind die Einzelsitze der dritten Sitzreihe im Boden versenkt, stehen 533 Liter Ladekapazität zur Verfügung. Das maximale Stauvolumen schliesslich bei umgeklappten Rückbanklehnen in der zweiten Reihe beträgt 1737 Liter. Praktisch ist der Klappmechanismus der Sitze, die sich per Knopfdruck elektrisch zusammenfalten. So entsteht eine völlig ebene und leicht zu nutzende Ladefläche.

Unser Testfahrzeug war mit dem 160 PS starken 1,6-Liter-Topdiesel ausgestattet. Dieser arbeitet zwar etwas brummig und ist kein Temperamentbündel, verfügt aber mit einem Drehmoment von 380 Nm in guter Zusammenarbeit mit der 6-Gang-Doppelkupplungsautomatik in den meisten Situationen über genügend Leistungsreserven. So werden auch enge und steil ansteigende Passübergänge mit einem ordentlichen Antritt problemlos gemeistert. Zum hohen Fahrkomfort zählt auch das gut abgestimmte Fahrwerk, das sich selbst auf Strassen, die diese Bezeichnung kaum verdienen, nicht aus der Ruhe bringen lässt. Laut Werksangaben erreicht das rund 1,7 Tonnen wiegende Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h, und nach 10,7 Sekunden wird aus dem Stand Tempo 100 erreicht.

Je nach Temperament kann der Fahrstil mit verschiedenen Modi vorgegeben werden. Etwas Besonderes ist im Komfortmodus die Rückenmassagefunktion für Fahrer und Beifahrer, die sich anfühlt, als würde der Sitz plötzlich ein- und ausatmen. Wem das zu bunt wird, kann das per Knopfdruck ausschalten.

Der Verbrauch von 5,7 Litern pro 100 Kilometer ist zwar kein Spitzenwert, aber akzeptabel. So ist je nach Fahrweise mit 53-Liter-Tank eine Reichweite von 850 Kilometern durchaus möglich.

Der Grundpreis für den Grand Scénic dCi 160 EDC beträgt in der Topversion «Bose» 36 100 Franken. Für das mit allen Optionen (Panoramaglasdach und zwei Zusatzsitze in der dritten Sitzreihe) ausgestattete Testfahrzeug kommen 41‘250 Franken zusammen. Die Liste der üppigen Serienausstattung im Sicherheits- und Komfortbereich liest sich wie eine Menükarte in einem französischen Gourmettempel – alles vom Feinsten. Es geht aber auch günstiger: Die Version mit dem 115 PS starken Benzinmotor und 6-Gang-Schaltgetriebe kostet in der Grundausstattung nur 24‘200 Franken. (zuonline.ch)

Erstellt: 31.03.2017, 17:21 Uhr

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