Auto

Spassiger SUV mit kleinen Macken

Der DS4 Crossback gefällt im Offroad-Look mit höherer Sitzposition und besserer Rundumsicht sowie hohem Reisekomfort.

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Die eigenständige Marke des PSA-Konzerns (Peugeot und Citroën) mit dem offiziellen Namen DS Automobiles hat seit ihrer Markteinführung im Jahr 2010 weltweit 115 000 DS4-Kunden gefunden. Ein überarbeitetes Modell soll diese Erfolgsgeschichte weiterführen und mit der zusätzlichen Version DS4 Crossback eine Kundschaft mit Offroad-Feeling anlocken und dabei für Kurzweil sorgen.

Diese Rechnung könnte aufgehen, bietet der DS4 Crossback doch eine interessante Alternative zum konventionellen DS4. Böse Zungen könnten lästern, der neue Franzose sei in Ermangelung eines Allradantriebs nicht mehr als ein Geländewagen-Fake und nüchtern betrachtet ein normaler Kompaktwagen. Doch immerhin gibt es eine spezielle Fahrdynamikregelung, die bestenfalls für das Befahren von holprigen Feldwegen dienlich ist.

Was solls. Optisch unterstreicht der Neuling seinen abenteuerlustigen Charakter mit starken Stilelementen. Etwa mit einer um 30 mm höheren Karosserie, schwarzen Felgen, Radhausverbreiterungen, einer speziellen Dachreling sowie speziellen Türschwellen und Fuss­matten. Besonders auffallend ist die Panorama-Windschutzscheibe, die eine 45-Grad-Sicht nach oben ermöglicht. Schlecht ist hingegen aufgrund der kleinen Heckscheibe und der breiten C-Säulen die Sicht nach hinten; eine Rückfahrkamera hält dagegen.

Unser Testwagen war mit dem 180 PS leistenden 2-Liter-4­Zylinder-Turbodiesel ausgestattet, der gesamthaft einen guten Eindruck hinterliess. Einzig im tieferen Drehzahlbereich kann das Aggregat seine Zugehörigkeit zur Familie der Selbstzünder nicht verleugnen und wird dann etwas brummig. Auf Überlandstrecken und längeren Autobahnfahrten entpuppt sich der Turbodiesel indes als wohlerzogener und angenehmer Begleiter.

Dessen Fahrleistungen sind dank des maximalen Drehmoments von 400 Newtonmetern bei 2000 Touren beachtlich und sorgen für eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h und ein Spurtvermögen von 0 bis Tempo 100 in 8,6 Sekunden (Werksangaben). Lobend erwähnt werden darf auch das Zusammenspiel mit dem 6-Gang-Automatikgetriebe, das seine Arbeit diskret und stets «im richtigen Moment» verrichtet. Beim Schweizer Autobahntempo halten sich die Fahrgeräusche in Grenzen, darüber hinaus wird es bald unangenehm.

Bei der Gestaltung des Armaturenbretts ist ein Flop unübersehbar. Im Bestreben, anders sein zu wollen, weist der Tachometer aussen am Rand einen roten Zeiger auf. Die an sich originelle Idee hat allerdings den Mangel, dass die gefahrenen Tempi am Display bei Helligkeit sehr schlecht abgelesen werden können und man nie verlässlich weiss, wie schnell man gerade unterwegs ist. Unpraktisch ist auch der tief platzierte USB-Anschluss: Bis das Kabel eingesteckt ist, braucht es einige Fingerfertigkeit.

Wie man es von einer französischen Marke erwartet, ist der Fahrkomfort beachtlich. Obwohl das Fahrwerk etwas straff wirkt, werden die Passagiere nicht von Bodenunebenheiten belästigt. Die vorderen Massagesitze sind eine feine Sache, doch sie werden zum Ärgernis, wenn der Spurhaltewarner beim Überfahren von provisorischen Bodenmarkierungen auf Baustellen, wie sie derzeit auf Autobahnen häufig anzutreffen sind, den Allerwertesten malträtiert. Im Fond ist das Platzangebot genügend. Für das Gepäck stehen 370 Liter bereit. Leider ist das Handling angesichst der relativ hohen Ladekante nicht eben nutzerfreundlich.

Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von bis zu 6,4 Liter auf 100 Kilometer ist der Fronttriebler bei mehrheitlich flotter Gangart bei den Leuten. Der Hersteller gibt lediglich 4,4 Liter an, was mit einer konstant zurückhaltenden Fahrweise wohl erreicht werden könnte. Beim DS4 Crossback stehen auch eine weitere Dieselversion mit 150 PS sowie drei Benziner zur Auswahl.

Der Preis unseres top ausgestatteten Testwagens ist mit 41‘200 Franken eher hoch angesetzt. Das günstigste DS4-Crossback-Modell mit dem 130-PS-Benzinmotor und manuellem 6-Gang-Getriebe kostet 31‘650 Franken. (zuonline.ch)

Erstellt: 28.04.2017, 15:20 Uhr

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