Auto

Wenn man auf Prestige pfeift

Mit einer modernisierten Flotte will Dacia an die beachtlichen Verkaufserfolge anknüpfen. Ein Trumpf sind die äusserst günstigen Preise.

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Langsam, aber sicher kann Dacia sein jahrelanges Mauerblümchen-Image abstreifen und auch in der Schweiz immer mehr Fuss fassen. Knapp elf Jahre nach der Markteinführung konnten weltweit mehr als 4 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, davon über 44'000 in der Schweiz. Und es geht weiter aufwärts: Ende Oktober erreichte Dacia hierzulande einen Marktanteil von 2,28 Prozent und konnte auf einem rückläufigen Markt kumuliert fast 6400 Fahrzeuge absetzen, was eine Steigerung um 44 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015 bedeutet.

Erfolg beflügelt. So hat Dacia nun nahezu die gesamte Palette aufgefrischt, wobei die erneuerten Modelle im Frühjahr schrittweise auf den Markt kommen. Dem Sandero, Sandero Stepway im trendigen Offroadlook und Logan MCV wurde ein Restyling an Karosserie und Interieur verpasst. Die Frontpartie kommt mit einer geänderten Lichtsignatur daher, die Tagfahrlichter sind nunmehr in LED ausgeführt. Der Innenraum wirkt aufgeräumt, neue Sitzbezüge vermitteln ein Plus an Komfort. Praktisch sind die zahlreichen Ablagen.

Neue Assistenzsysteme wie die Rückfahrkamera und die Berg­anfahrhilfe (je nach Version und Ausstattung) machen das Fahren im Alltag angenehmer. Der Sandero (ab 7900 Franken) und der Logan MCV (ab 8900 Franken) werden in den Basisversionen von einem 1-Liter-3-Zylinder-Benzinmotor mit einer Leistung von 73 PS angetrieben, der sein Debüt gibt in der Dacia-Modellpalette. Die Spritersparnis soll laut Hersteller im Vergleich zum Vorgängeraggregat (1,2-Liter-Vierzylinder mit gleicher Leistung) 10 Prozent betragen. Das neue Aggregat begnügt sich laut NEFZ mit 5,2 Liter pro 100 Kilometer.

Erste Testfahrten mit der Version Sandero Stepway (ab 11'400 Franken) haben angenehm überrascht. Dass das neue Triebwerk zumal etwas hörbar arbeitet und bei Steigungen rasch an seine Grenzen stösst, nimmt man gelassen hin. Denn im Normalverkehr schwimmt man problemlos mit. Nur Überholvorgänge wollen gut abgewogen werden, denn ein Sprinter (0 bis 100 km/h in 14,5 Sekunden) ist das Auto nicht.

Der Duster (ab 12'900 Franken) ist erstmals mit dem automatisierten 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe verfügbar, das in drei Versionen erhältlich ist (ab 18 300 Franken). Eine erste Bekanntschaft mit der 110 PS starken Turbodieselversion hat einen guten Eindruck hinterlassen. Die Fahrleistungen sind völlig genügend. Angenehm aufgefallen sind auch die sanften und kaum wahrnehmbar erfolgenden Schaltübergänge. Im Dacia-Angebot figurieren weiter die Modelle Dokker (ab 9900 Franken) sowie Lodgy (ab 10'900 Franken).

Der seit 1999 zum Renault-Konzern gehörende Dacia-Hersteller produziert in Rumänien, Marokko und Algerien. Fast 2000 Stützpunkte in Europa und im Mittelmeerraum kümmern sich um die Kunden. In der Schweiz zählt das Dacia-Händlernetz 57 Partner mit 77 Standorten.

Weder Rabatte noch Sonderangebote locken die Kunden – Leute, die weder etwas beweisen noch repräsentieren wollen, sondern einfach ein günstiges Fahrzeug suchen. Der weitgehende Verzicht auf teure Werbekampagnen trägt zur Preispolitik bei, die wesentlichen Anteil am steigenden Erfolg der Marke hat und so manchen Mitbewerber alt aussehen lässt. (zuonline.ch)

Erstellt: 28.12.2016, 15:20 Uhr

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