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Völlig abgehoben

Für die VW- Transporter der ersten Stunde werden momentan völlig abgehobene Preise bezahlt. Suche nach Argumenten, weshalb es dazu gekommen ist.

Die filigranen Scheibenwischer stehen in der Nullstellung exakt dort, wo der vorausschauende Blick hinfällt. Solche Schrullen verzeiht man dem VW T1 gern.
Die filigranen Scheibenwischer stehen in der Nullstellung exakt dort, wo der vorausschauende Blick hinfällt. Solche Schrullen verzeiht man dem VW T1 gern.
Jürg Wick

Der erste als sogenannter VW- Bus in die Annalen eingegangene VW T1, gebaut zwischen 1950 und 1967, entwickelt sich zu einem gesuchten Oldie par excellence; momentan heben die an Auktionen gebotenen Preise völlig ab. 120'000 und mehr Franken wurden für toperhaltene Exemplare schon geboten. Irre.

Andererseits: Wenn man dieses Level der Ferrari-Szene gegenüberstellt – jüngster Rekord über 30 Millionen Franken für einen 355 Sport aus jenen Jahren –, ist das gar nicht mehr so abgehoben, denn in den Ferrari gehen bestenfalls zwei Erwachsene rein, in den VW-Transporter aus jenen Jahren aber bis zu neun, und sie fühlen sich dabei nicht einmal beengt. Hinter den Sitzen in der ersten Reihe folgen im Bus, der heutzutage liebevoll Bulli genannt wird, zwei weitere, und dort sind die Platzverhältnisse selbst aus heutiger Sicht sowohl bezüglich Bein- als auch Kopffreiheit richtig fürstlich. Alles auf einer Grundfläche von 428 mal 175 Zentimetern (zum Vergleich: Der aktuelle VW Golf misst 426 mal 179 Zentimeter).

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