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Weiterhin ein heikles Feld

Einige Autohersteller versuchen trotz wieder steigenden Absatzzahlen in Europa mit allen Mitteln, überzählige Produktionen via Direktimporte in den Markt zu drücken.

Jürg Wick

Ein Autotransporter auf der A1 im Waadtland fährt in Richtung Norden. Nanu, denkt man; Hyundai werden doch in Tschechien produziert, und solche aus Korea in nordeuropäischen Häfen gelöscht. Hat sich der LKW-Chauffeur etwa verfahren?

Nein, denn parallel importierte Neuwagen kommen auf verschiedenste Weise in die Schweiz, häufig beispielsweise aus Spanien oder Portugal. Aus einem Nachbarland direkt eingeführte PW von Privatpersonen bleiben dagegen eher selten. Besonders krass sind Beispiele, wenn die ohne Zutun der offiziellen Importeure eingeführten Autos nicht von ausländischen Markenvertretern, sondern ohne Umwege vom Werk in die Schweiz ausgeliefert werden, notabene die Partnerschaft mit dem wichtigsten Kunden (dem offiziellen Importeur nämlich) umgehend. Letztlich ein Indiz dafür, dass die ­Basistheorie zur Fair-Preis-Initiative – «Gemeinsam gegen die Hochpreisinsel Schweiz» – nicht ganz falsch sein kann; die Unterschriftensammlung begann im September. Es gilt nämlich ein weltweiter Konsens unter international tätigen Unternehmungen – Autohersteller, Pharma, Körperpflege, Printmedien und andere mehr –, dass man das Geld dort abholen muss, wo es am ehesten verfügbar ist.

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