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Eine Überdosis an Pannen

Vielleicht erinnern Sie sich an meine Ferienkolumne vor einem Jahr? Damals habe ich mich beklagt, die Reise sei so glatt verlaufen, dass ich kaum ein Abenteuer zu erzählen hätte. Könnte sein, dass ein griechischer Gott den Text damals gelesen und gedacht hat: Wart du nur!

An kritischen Situationen herrschte in den diesjährigen Ferien in Griechenland jedenfalls kein Mangel. Beim allerersten Sprung ins Mittelmeer bin ich in einen Seeigel getrampelt. Eine Tochter hatte auf dem Hinflug Fieber, eine andere kotzte auf dem Rückflug. Weiter haben wir uns mehrmals verirrt, das Navigationsgerät im Mietauto stammte offensichtlich von einem störrischen Esel ab.

Die Krönung war eine Autopanne. Plötzlich quietschte es gewaltig und sofort stank es nach verbranntem Gummi. Motor kaputt. Von da an bestand der Tag nur noch aus Warten: Warten auf den Abschleppdienst (1,5 Stunden), im Abschlepplastwagen eingequetscht auf der Rückbank (45 Minuten), im Wartesaal der ersten Garage (1 h), im Restaurant (2,5 h), im verrauchten Aufenthaltsraum der zweiten Garage (2 h). Danach immerhin: Warten am Pool eines notfallmässig aufgesuchten Hotels (1,5 h) und gemütlich essend im Hotel (1,5 h). Das Ersatzauto kam dann um 21.30 Uhr (10,5 Stunden nach der Panne). Da schliefen die Kinder bereits ­zufrieden im Hotelzimmer.

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