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Vor der Hürde der Sprachlosigkeit

In einer Klasse versammelt sich fast die ganze Welt. Unter ihnen: Kanimoli, die mit ihren Eltern aus Sri Lanka flüchtete. Sie ist eines von Tausenden von Flüchtlingskindern, die dieses Jahr in der Schweiz eingeschult wurden.

Integration live: Das Flüchtlingskind Kanimoli Yeyamohan geht in Horgen in die zweite Klasse. Deutsch spricht die Tamilin noch wenig.
Integration live: Das Flüchtlingskind Kanimoli Yeyamohan geht in Horgen in die zweite Klasse. Deutsch spricht die Tamilin noch wenig.
Moritz Hager

In den Gängen des Schulhauses Waldegg in Horgen ist es ruhig, die zweitletzte Schulstunde des Nachmittags ist im Gange. Vor der Türe hängen die Jacken von 18 Primarschülern der zweiten Klasse von Annatina Kindschi und Alex Schlach. Riduan, Nikolina, Leonisa, Kanimoli — exotische Namen zieren die Schilder über den Kleiderhaken. Die linguistische Vielfalt widerspiegelt das Nationalitäten-Patchwork der Klasse. Eine grosse Mehrheit der Primarschüler in Horgen Waldegg — ganze 80 Prozent — spricht zuhause nicht Schweizerdeutsch. In der Primarschulklasse von Annatina Kindschi besuchen 12 von 18 Schülern neben der Schule Deutschunterricht für Zweitsprachige.

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