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Weltbekannt dank «weissem Gold»

Am Fusse des Dachsteins liegt das Unesco-Weltkulturerbe von Oberösterreich. Neben der jahrtausendealten Geschichte um den Salzabbau gibt es unzählige Ausflugsziele und Freizeitangebote für Familien.

Den sagenumwobenen Dachstein hat man vom Gosautal aus immer im Blick, und er bildet eine herrliche Kulisse. Der Gletscher ist Unesco-Weltnaturerbe.
Den sagenumwobenen Dachstein hat man vom Gosautal aus immer im Blick, und er bildet eine herrliche Kulisse. Der Gletscher ist Unesco-Weltnaturerbe.
Dorothea Uckelmann
Am Hallstätter See liegt der historische Ort Hallstatt.
Am Hallstätter See liegt der historische Ort Hallstatt.
Dorothea Uckelmann
Jedes Kind kann sich verewigen.
Jedes Kind kann sich verewigen.
Dorothea Uckelmann
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Die Sennerinnen, die auf dem Dachstein bei Gosau in Österreich lebten, sollen bis heute im ewigen Eis und Schnee des Gletschers eingeschlossen sein. So wird die Legende erzählt. Dieses Schicksal ereilte sie, weil sie zu geizig waren und den Besuchern der Alm die Gastfreundschaft verwehrten. Darunter auch dem sagenumwobenen Dachsteinkönig, der sie deshalb bestrafte.

«Mittelmässigkeit ist Zeitverschwendung»

Im gleichnamigen Hotel am Fusse des Dachsteins wird hingegen Gastfreundschaft grossgeschrieben. «Mittelmässigkeit ist Zeitverschwendung», lautet die Devise von Hoteldirektor Florian Mayer. Um dieser Devise gerecht zu werden, haben er und sein Vater Ernst Mayer erst gar nicht versucht, eine bestehende Liegenschaft zum Kinderhotel umzubauen, sondern vom Keller bis zum Dach ein neues Kinderhotel gebaut.

Dabei haben sie nichts dem Zufall überlassen und bei der Stammkundschaft ihrer bereits etablierten Hotels nachgefragt, welche Anforderungen sie an ein Hotel stellen.

Ein Paradies für Kinder

«Mama, ich habe schon drei Eis gegessen», berichtet die Dreijährige ihrer Mutter. Ein Blick auf die Uhr zeigt, es ist erst 7.30 Uhr am Morgen. Doch der freie Zugang für Kinder und Erwachsene zur riesigen Softeismaschine in der Lobby macht dieses Schlaraffenlandgefühl für die Kleinsten möglich. Ebenso das üppige Buffet, das sich für Kinder in erreichbarer Höhe befindet.

Es ist fast nicht möglich, all die verschiedenen Spielplätze im Haus an einem Tag zu erkunden. Neben Schwimmbad mit 100 Meter langer Rutsche, Streichelzoo im Eingangsbereich, Scooterbahn und top ausgerüsteter Turnhalle gibt es noch Spielräume in drei verschiedenen Alterskategorien. Wenn gewünscht auch mit Betreuung. Also ausreichend Animation, sodass sich die Eltern sorgenfrei und ungestört einige Stunden in den Wellnessbereich verabschieden können.

Gespiegelter Dorfplatz

Auch wenn sich die Kinder bei einem solchen Spielangebot nur schwer motivieren lassen, einen Fuss vor die Tür zu setzen, lohnt sich ein Spaziergang oder Aus-­­­flug in die Umgebung. Denn im Gosautal locken viele Sehenswürdigkeiten und ein tolles Panorama mit den verschneiten Bergen des Dachsteins.

Die Chinesen haben sich so sehr in diesen Ort verliebt, dass er in China nachgebaut wurde.

Nur rund 16 Kilometer vom Hotel entfernt liegt am Hallstätter See der historische Ort Hallstatt. Für viele der schönste Seeort der Welt. Die Chinesen haben sich sogar so sehr in diesen Ort verliebt, dass er in China inklusive Kirchturm, Dorfplatz, pastellfarbenen Häusern und Engelsstatuen im Jahr 2012 nachgebaut wurde. Allerdings seitenverkehrt. Auch die Dimensionen und die Rechtschreibung stimmen nicht ganz mit dem Original überein. Die Hallstätter nehmen es mit Humor und sind stolz auf ihren Unesco-Weltkulturerbe-Ort und dessen lange Geschichte.

Als die prähistorischen Hallstattmenschen vor 7000 Jahren begannen, das «weisse Gold» mühevoll aus dem Berg zu gewinnen, konnte noch niemand ahnen, dass dieser kleine Ort dadurch zum Taufpaten einer ganzen Epoche der Menschheitsgeschichte – der «Hallstattzeit» (800 bis 400 vor Christus) – werden sollte.

Die reichen Grabfunde im Hallstätter Hochtal machten den Ort weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und auch heute noch werden regelmässig aufsehenerregende Funde aus dem Hallstätter Salzberg geborgen. Auf einem Rundgang durch den 774 Einwohner zählenden Ort erfährt man Spannendes über die Geschichte von Hallstatt und sollte unbedingt der Pfarrkirche einen Besuch abstatten. In deren Innern befindet sich ein spätgotischer Flügelaltar. Er soll von den Bergknappen gestiftet worden sein und ist eine kunsthistorische Besonderheit.

Schädel mit Sterbedatum

Ein zweiter, kleinerer Flügelaltar steht im Seitenschiff der Kirche. Er befand sich ursprünglich in der Hauerkapelle am Salzberg. Im Jahr 1987 wurde der Altar von Dieben zerstört und die Bild­tafeln der Flügel gestohlen. Just im März dieses Jahres, 30 Jahre später, wurden sie von einer auf Kunstdiebstähle spezialisierten Sondereinheit der Carabinieri in Italien sichergestellt. Zunächst werden die Bildtafeln in Mailand ausgestellt, dann kehren sie nach Hallstatt zurück.

Nach zehn Jahren Grabesruhe wird der Schädel herausgenommen, chemisch gereinigt und bemalt.

Hinter der Kirche befindet sich ein kleiner Friedhof. Zu klein, um allen Verstorbenen von Hallstatt ein Grab zu bieten. Deshalb wurden die Toten nach zehn bis 15 Jahren wieder ausgegraben. Die Knochen wurden ins Beinhaus beim Friedhof gebracht und der Schädel wurde gesäubert und in der Sonne gebleicht. Auch er ­wurde danach im Beinhaus verwahrt.

Seit dem 12. Jahrhundert nach Christus besteht das Beinhaus, in dem sich 1200 Schädel befinden. Statt Grabschmuck begann man ab 1720 nach Christus die Schädel mit Blumenkränzen zu bemalen. Inzwischen befinden sich 1200 Schädel im Beinhaus. 610 davon sind bemalt, nach Familien geordnet und mit dem Sterbedatum versehen.

Der jüngste Schädel kam 1995 ins Beinhaus. Die 1983 verstorbene Frau wurde auf eigenen Wunsch ins Beinhaus gelegt. Auch heute noch wird ein solcher Wunsch erfüllt. Vorausgesetzt, man hat ihn testamentarisch festgehalten. Nach zehn Jahren Grabesruhe wird der Schädel herausgenommen, chemisch gereinigt und bemalt.

Gosauer versetzten Haus

Hervorragend mit einer Kutschenfahrt verbinden lässt sich ein Ausflug zum Gosauer Heimatmuseum. Ein typischer Gosauer Paarhof. Die gemütlich hergerichteten Zimmer versetzen die Besucher zurück in die Zeit um 1324 und 1465, als Mensch und Tier noch achtsam Wand an Wand lebten und sich mehrere Familienmitglieder ein winziges Bett teilten.

Aus dieser Zeit stammt das Haus, doch stand es damals nicht am gleichen Platz. Stück für Stück hat es der Gosinger Heimatverein abgebaut, nummeriert und auf Stock gelegt. Im Jahre 1997 wurde es mit finanzieller Unterstützung des Landes Oberösterreich, der Gemeinde Gosau, dem Heimatverein und vielen Gosingern an seinem jetzigen sonnigen Platz am Stausee wieder aufgebaut.

Mit der Pferdekutsche geht es anschliessend wieder zurück zum Hotel, wo nicht nur auf die Erwachsenen ein Abendprogramm, zum Beispiel eine Weindegustation, wartet. Die Kinder werden mit Animations- oder Kinoprogramm unterhalten. Und wer lieber seine Ruhe möchte, der kann sich getrost in den Wellnessbereich oder in die gemüt­lichen Zimmer zurückziehen.Am Ende des Aufenthalts verewigen sich die Kinder mit ihrem Handabdruck.

Leading Family Hotel & Resort Dachsteinkönig, Am Hornspitz 1, 4824 Gosau, Österreich.

Internet­adresse: www.dachsteinkoenig.at. Der Preis für eine Familiensuite für 4 Personen liegt zwischen 168 und 256 Euro pro Person und Nacht.

Die Reise wurde ermöglicht durch die PR-Agentur für Tourismus MK Salzburg.

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