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Roter-Stern-Fans sorgen mit Panzer vor Stadion für Unmut

Vor dem CL-Playoff-Rückspiel in Belgrad sprechen Kroaten von «morbider Provokation».

Das Gefährt steht vor der Südkurve des Rajko Mitic-Stadions in Belgrad. Video: AFP

Fussballfans des serbischen Vereins Roter Stern Belgrad haben mit einem vor dem eigenen Stadion aufgefahrenen Panzer für Irritationen gesorgt. Der Panzer vom Typ T-55 wurde vor dem Champions-League-Playoff-Rückspiel gegen die Young Boys zur Schau gestellt. Er sei als besondere «Attraktion» vor dem Spiel gedacht, teilte der Verein am Dienstag auf seiner Facebook-Seite mit.

Das martialische Gebaren kam allerdings nicht überall gut an: Selbst in der eigenen Fangemeinde regte sich Protest, insbesondere aber im Nachbarland Kroatien. Dort wurde der Panzer als Symbol für den Angriff serbischer Truppen auf die Stadt Vukovar im Kroatienkrieg in den 1990er Jahren angesehen.

In der kroatischen Sportzeitung «Sportske Novosti» war von einer «morbiden Provokation Belgrads» die Rede. «Sie wollen in der Champions League spielen, während sie eines der schlimmsten Verbrechen feiern», hiess es dort.

Auf ihrer eigene Website rechtfertigten serbische Fans die Aktion damit, dass der Panzer den Club als «Maschine» darstellen sollte. Zudem würden die Fans als «Nordarmee» bezeichnet. Die Panzer-Aktion fällt in eine besonders angespannte Zeit, nachdem eine serbisch geführte Bar in der kroatischen Knin-Region von Maskierten überfallen worden war, während die Inhaber das Hinspiel der beiden Clubs in Bern im Fernsehen verfolgten.

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