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Keine Patente für Corona-ImpfungProfit für die Pharma oder Impfstoff für die Armen?

Die Pharmaproduzenten sollen während der Pandemie auf Patente verzichten. Auch die Schweiz muss darüber entscheiden. Wie sie abstimmen wird, ist noch offen.

Damit alle schnell an die Impfung kommen, fordern ärmere Staaten eine Freigabe der Patente durch die Welthandelsorganisation WTO: Impfung während der klinischen Versuchsphase in Johannesburg, Südafrika. (Felix Dlangamandla/Getty Images)
Damit alle schnell an die Impfung kommen, fordern ärmere Staaten eine Freigabe der Patente durch die Welthandelsorganisation WTO: Impfung während der klinischen Versuchsphase in Johannesburg, Südafrika. (Felix Dlangamandla/Getty Images)

Angeführt von Südafrika und Indien haben 99 Länder bei der Welthandelsorganisation WTO den Antrag gestellt, das Patentrecht auf Covid-Impfungen, Medikamenten und Tests auszusetzen. Dies jedoch nur für die Dauer der Pandemie, und zwar so lange, bis eine weltweite Herdenimmunität erreicht ist. Die WTO verhandelt am Freitag darüber.

Für die Bekämpfung der Covid-Pandemie soll das Patentrecht nicht generell ausgesetzt werden, sondern Staaten sollen lediglich die Möglichkeit dazu haben, dies bei Covid-Mitteln zu tun. Die Regierungen ärmerer Länder würden das wohl tun, im Gegensatz zu reicheren Staaten. Die Idee hinter dem WTO-Antrag: Ein vorübergehender Fall des Patentes würde in einem Staat die Produktion von Impfungen, Corona-Tests und Medikamenten durch andere Firmen erlauben und sie günstiger machen. Die Knappheit an den potenziellen Impfstoffen, so die Argumentation, könne durch die Produktion durch Drittfirmen verringert werden.

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