Zum Hauptinhalt springen

Vorsitz im US-RepräsentantenhausPelosi wiedergewählt – mit dünner Mehrheit

Die 80-jährige Demokratin Nancy Pelosi führt in der Kongresskammer weiter die Demokraten an. Um diese Wahl zu gewinnen, musste sie einige Abgeordnete aus den eigenen Reihen überzeugen.

Legt den Amtseid ab: Die 80-jährige Nancy Pelosi wird vom Repräsentantenhaus als Vorsitzende bestätigt. (3. Januar 2021)
Legt den Amtseid ab: Die 80-jährige Nancy Pelosi wird vom Repräsentantenhaus als Vorsitzende bestätigt. (3. Januar 2021)
AFP/Erin Scott

Die Demokratin Nancy Pelosi ist erneut zur Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses gewählt worden. Bei der konstituierenden Sitzung der Kongresskammer erreichte Pelosi am Sonntag mit 216 Stimmen knapp die notwendige Mehrheit zur Wiederwahl für den einflussreichen Spitzenposten.

Ihr Herausforderer, der Republikaner Kevin McCarthy, kam auf 209 Stimmen. Pelosi hatte ihre Partei bereits in den vergangenen zwei Jahren als Vorsitzende des Repräsentantenhauses durch die zweite Hälfte der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump gesteuert – als politisch mächtigste Frau Amerikas und als wichtigste Gegenspielerin des Republikaners. Von 2007 bis 2011 war sie schon einmal Vorsitzende der Kongresskammer gewesen. Damals rückte sie als erste Frau in der Geschichte des Landes auf den Posten. Die inzwischen 80-Jährige hat signalisiert, dass dies ihre letzte Amtszeit an der Spitze des Repräsentantenhauses werden dürfte.

Nachdem die Demokraten bei der Wahl im November unerwartet viele Sitze im Repräsentantenhaus an die Republikaner verloren hatten, ist die Mehrheit der Partei in der Kammer denkbar knapp geworden. Sie schrumpfte auf aktuell 222 von 435 Sitzen. Mindestens 218 Stimmen sind bei Abstimmungen generell für eine einfache Mehrheit nötig. Zwei Sitze sind aktuell noch unbesetzt – einer wegen eines offenen Rennens, ein anderer wegen des kürzlichen Todes eines neu gewählten Parlamentariers. Bei der Eröffnungssitzung fehlten ausserdem mehrere Abgeordnete krankheitsbedingt. Anwesend waren 427 Parlamentarier.

SDA/chk

19 Kommentare
    Christian Frei

    Ich bin froh, wurde Pelosi wiedergewählt.

    Aber, eine generelle Altersregelung wäre wünschenswert.

    Nicht nur, weil die Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter zwangsläufig abnimmt, sondern vor allem weil die "alten" die mittelfristige Tragweite ihrer politischen Entscheidungen kaum erleben werden. Eine solche Regelung sollte global eingeführt werden.

    Bevor ein Shitstorm losgeht noch so viel, ich habe als 30-Jähriger bei der Arbeit 2 50+ Mitarbeiter/in für wichtige Aufgaben eingestellt.