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300 Zuschauer gestopptPolizei verhindert illegales Fussballspiel in Genf

Am Sonntag folgten die Beamten einem Hinweis, dass sich eine Menschenmasse ein Spiel anschauen wolle. Sie konnten die Zuschauer zerstreuen.

Ein gesperrtes Spielfeld in Genf.
Ein gesperrtes Spielfeld in Genf.
Foto: Martial Trezzini/Keystone

Die Polizei hat am Sonntag in Vessy im Kanton Genf ein sogenannten wildes Fussballspiel verhindert. Rund 300 Personen wollten sich dort diese nach der Covid-19-Verordnung des Bundesrates derzeit verbotene Veranstaltung ansehen.

Polizeisprecher Alexandre Brahier bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung von «20minutes».

Demnach folgte die Polizei einem Hinweis des örtlichen Sportzentrums. Die losgeschickten Patrouillen seien dann noch auf hundert Personen gestossen. Der Polizei gelang es, die Zuschauer zu zerstreuen. Ungefähr 30 Personen seien identifiziert worden, sagte Brahier.

Auch bei den Tennisplätzen in der Nähe schritt die Polizei ein. Sie patrouilliert verstärkt und setzt das Versammlungsverbot durch.

Vorfall auch in der Waadt

Bereits am Donnerstagabend hatte die Polizei in Lausanne ein nicht offizielles Fussballspiel beobachtet, das rund 1000 junge Menschen angelockte, hatte aber nicht eingegriffen. In den Tagen davor hatten weitere solche Spiele im Kanton Waadt stattgefunden.

Die Polizei hatte niemanden festgenommen, jedoch eine Untersuchung eingeleitet, um die Verantwortlichen des Anlasses zu identifizieren. «Angesichts der Zahl der Anwesenden hätte ein Eingreifen für die Polizei kontraproduktiv und sogar gefährlich werden können, hatte ein Sprecher der Stadtpolizei Lausanne dem Westschweizer Radio RTS gesagt.

Die Polizei habe auch Abstand gehalten, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern. Der Sprecher vermutete, dass solche Spiele online über die sozialen Netzwerke organisiert würden.

(oli/sda)