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Polizeieinsatz beim BAGVerdächtige Substanz stellte sich als ungefährlich heraus

Beim Verwaltungsgebäude des Bundesamts für Gesundheit (BAG) in Liebefeld kam es am Dienstagmittag zu einem Polizeieinsatz wegen einer verdächtigen Substanz. Eine Person musste isoliert werden.

Das Verwaltungsgebäude des Bundesamtes für Gesundheit BAG in Liebefeld: Hier kam es am Dienstagmittag zu einem Polizeieinsatz.
Das Verwaltungsgebäude des Bundesamtes für Gesundheit BAG in Liebefeld: Hier kam es am Dienstagmittag zu einem Polizeieinsatz.
Foto: Marcel Bieri (Keystone)

Beim Verwaltungsgebäude des Bundesamts für Gesundheit (BAG) in Liebefeld kam es am Dienstagmittag zu einem Polizeieinsatz wegen einer verdächtigen Substanz. Die Berufsfeuerwehr und Spezialisten der Kantonspolizei Bern waren vor Ort.

Es handelte sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme. «Eine Person, die mit der Substanz in Kontakt kam, musste isoliert werden» sagte Patrick Jean, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern. Offenbar war die Substanz in einer Postsendung ins BAG-Gebäude gelangt. Entgegen anderslautender Meldungen musste das Gebäude nicht evakuiert werden.

Am Dienstagnachmittag hat sich die Substanz schliesslich als ungefährlich herausgestellt. Ermittlungen zur Urheberschaft und zur Postsendung sind nun im Gange. Der Einsatz von Kantonspolizei und Feuerwehr wurde kurz vor 13 Uhr beendet.

Bereits dritter Vorfall beim BAG

Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei zum BAG-Verwaltungsgebäude ausrücken muss. Bereits Mitte Februar kam es innerhalb von 48 Stunden zu zwei Polizeieinsätzen – beide Male wegen eines Briefs mit weissem Pulver. Damals entpuppten sich jedoch beide Einsätze als Fehlalarme, die Substanzen konnten als ungefährlich eingestuft werden.

Wegen seiner zentralen Rolle in der Pandemiebekämpung ist das BAG seit Monaten im Fokus. Der Hauptsitz in Liebefeld steht seit Dezember unter Polizeischutz. Dies, weil Drohungen gegenüber dem Amt zugenommen haben.

Im Visier von Drohern stand auch die Berner Gesundheitsdirektion schon mehrfach. Der SVP-Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg hat seit Ausbruch der Pandemie mehrere Drohungen erhalten. In Telegram-Chats riefen Corona-Skeptiker zudem dazu auf, ihm «einen Besuch abzustatten», und verbreiteten Schneggs Wohnort.

Ebenfalls zur Zielscheibe von Corona-Skeptikern war im Oktober die Berner Kantonsärztin Linda Nartey geworden. Sie wurde in der Berner Altstadt vom damaligen alternativen Berner Gemeinderatskandidaten Stefan Theiler aufs Übelste beschimpft.

chh

10 Kommentare
    Dani

    Da werden ein paar Hitzköpfe sehr sehr harte Strafen erdulden müssen. Ob sie sich das wohl überlegt haben, als sie in der Hitze ihres Gefechtes zur Tat schritten.