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Ahmed J.: «Ich wollte schon als Kind als Märtyrer sterben»

Erstmals wird einem Mitglied der Winterthurer ­Salafistenszene der Prozess gemacht. Der 26-jährige Ahmed J. war mit mehreren der bekannten Jihad-Reisenden befreundet. Und gibt vor, er habe in Syrien doch bloss helfen wollen.

Der Angeklagte und sein Anwalt: Ahmed J. und Verteidiger Daniel Weber verlassen das Gericht zur Verhandlungspause.
Der Angeklagte und sein Anwalt: Ahmed J. und Verteidiger Daniel Weber verlassen das Gericht zur Verhandlungspause.
Keystone

Der 7. April 2015 ist ein Dienstag. Flug 1914 der Turkish Airlines nach Istanbul. Im Flughafen Zürich stehen die Passagiere schon am Gate bereit. Darunter ist auch Ahmed J. aus Winterthur, damals fast 25 Jahre alt. Seinen Bart hat er abgeschnitten, um bei der Kontrolle am Flughafen nicht aufzufallen. Er führt zwei Notizzettel mit je einer Telefonnummer bei sich. Die erste gehört dem Winterthurer Visar, der ein halbes Jahr zuvor mit seiner Schwester Edita ausgereist ist und sich zu diesem Zeitpunkt mutmasslich in Raqqa aufhält, der syrischen Hochburg der Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Die zweite Numme­­­­­­­­­r führt zu einem Mann namens Hajan S., vermutlich ein Mitglied des IS und an der türkisch-syrischen Grenze postiert. Um 14.22 Uhr schlägt die Polizei zu und verhaftet Ahmed J.

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