Pumptrack

Der Velo-Parcours macht in sechs Unterländer Gemeinden Halt

Der Kanton Zürich hat zwei mobile Pumptracks angeschafft, die man mit Velos, Kickboards oder Laufrädern befahren kann. Seit dem Mittwoch gastiert einer davon in Rorbas. Auch andere Unterländer Gemeinden profitieren.

Regierungsrat Mario Fehr hat den Pumptrack bei der Einweihung in Thalwil persönlich ausprobiert.

Regierungsrat Mario Fehr hat den Pumptrack bei der Einweihung in Thalwil persönlich ausprobiert. Bild: pd

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Auf dem Pausenplatz des Schulhauses in Rorbas fuhr am Mittwoch ein grosser Lastwagen vor. Die Kinder hatten sich bereits lange auf die Lieferung gefreut: Das Transportfahrzeug war gefüllt mit Holzelementen, die zu einem sogenannten Pumptrack zusammengebaut werden. Dabei handelt es sich um eine im Kreis herumführende Bahn mit Wellen und Steilwandkurven, die man mit diversen Gefährten befahren kann. Zum Beispiel mit Velos aller Grössen und Arten, Kickboards, Laufrädern oder Skateboards.

Für die nächsten drei Wochen wird der Pumptrack der ganzen Bevölkerung gratis zur Verfügung stehen. Das Angebot des Kantons wird gemeinsam vom Sportamt und der Koordinationsstelle Veloverkehr getragen. Die beiden neu angeschafften Anlagen touren bereits seit dem 9. Mai durch den Kanton und gastieren noch bis Ende November in verschiedenen Gemeinden. Welche Gemeinde zum Zug kommt, wird ausgelost. Es seien über 70 Bewerbungen eingegangen, sagt Lukas Riedener vom Sportamt. «Wir waren überrascht von der grossen Nachfrage.» Berücksichtigt werden konnten schliesslich 19 Schulen und Gemeinden, davon 6 aus dem Unterland. Gemeinden, die dieses Jahr leer ausgehen, können sich nächstes Jahr wieder bewerben.

Geschicklichkeit trainieren

Das Angebot soll Kinder und Jugendliche zum Bewegen motivieren und als Treffpunkt dienen. «Zudem fördert es die Geschicklichkeit und trägt somit zu besserer Sicherheit im Strassenverkehr bei», erklärt Riedener. An den Standorten, wo die Pumptracks bereits installiert waren, seien sie intensiv genutzt worden. So etwa im Wangener Schulhaus Oberwisen, wo die Anlage Anfang Juni zur Verfügung stand.

«Es war eine absolute Sensation», sagt Schulleiter Alfred Heis. Einige Kinder seien bereits um sieben Uhr morgens vor der Schule gekommen, um die Anlage mal für sich alleine zu haben. Die ganzen drei Wochen lang habe reger Betrieb geherrscht. Ältere und Jüngere Kinder hätten sich beim Befahren friedlich abgewechselt. «Wir haben so viele Pflaster gebraucht wie sonst nie, aber ausser einigen Schürfwunden ist nichts Schlimmes passiert.» Ein Velohelm ist Pflicht, zu Ellbogen- und Knieschützen wird geraten.

Jugendliche helfen mit

Für die Gemeinden oder Schulen ist der Parcours kostenlos. Bedingung ist aber, dass einige Personen beim Aufbau helfen. In Rorbas waren am Mittwoch Jugendliche zusammen mit den Mitarbeitenden der Jugendarbeit Monkey Cave im Einsatz. Die Anlage steht am Donnerstag und Freitag ab Schulschluss um 16.30 Uhr zur Verfügung, nicht aber während der Schulzeit. Man habe zurzeit keine Kapazitäten für eine Aufsicht, erklärt Matthias Müller, Schulleiter der Mittelstufe Rorbas-Freienstein-Teufen. Zudem seien in dieser letzten Woche vor den Sommerferien noch viele Klassen unterwegs oder mit speziellen Aktivitäten beschäftigt. «Der Pumptrack ist ein lässiges Angebot für Kinder, die in den Ferien zuhause geblieben sind.»

Auch der Klotener Jugend wird der Pumptrack etwas Abwechslung in den fünfwöchigen Sommerferien ermöglichen. Am 31. Juli werden die Elemente auf dem Platz vor dem Konferenzzentrum Schluefweg aufgebaut.

Erstellt: 10.07.2019, 18:00 Uhr

Stationen im Unterland

Im Unterland kommen dieses Jahr sechs in den Genuss eines Pumptracks:

– Rorbas (Schulhaus):
10. – 30. Juli

– Kloten (Schluefweg):
31. Juli – 20. August

– Glattfelden (Schulhaus Hof):
21. August – 10. September

– Rafz (Schulhaus Schalmen­acker): 2. – 22. Oktober

– Bachs (Schulhaus):
2. – 22. Oktober

– Embrach (Schulhaus Ebnet):
23. Oktober – 12. November

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