Zürcher Unterland

Die Ergebnisse der lokalen Abstimmungsvorlagen

Das Zürcher Unterland hat abgestimmt. Unter anderem sagte Regensdorf ja zur Einheitsgemeinde, verschiedene Ersatzwahlen wurden abgehalten und drei neue Pfarrerinnen bestimmt.

Die Stimmzettel sind ausgezählt, die Ergebnisse der jüngsten Abstimmungen liegen vor.

Die Stimmzettel sind ausgezählt, die Ergebnisse der jüngsten Abstimmungen liegen vor. Bild: Keystone

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Regensdorf: Klares Ja zur Einheitsgemeinde

Die Regensdorfer zeigten gestern Einigkeit beim Thema Einheitsgemeinde: Ganze 83,3 Prozent sagten Ja zum Erlass einer neuen Gemeindeordnung und damit zur Bildung der Einheitsgemeinde (2793 Ja- zu 562 Nein-Stimmen). Mit anderen Worten: Primarschule und Politische Gemeinde fusionieren. Die Stimmbeteiligung lag bei 35,9 Prozent. Der Präsident der Primarschulpflege, Beat Hartmann, wertet das Resultat als sehr positiv. Dass es am Schluss so deutlich ausgefallen ist, hätte er aber nicht erwartet: «Es war klar, dass die Vorlage gut durchkommt, aber dass es so deutlich ist, hat mich dennoch überrascht», sagte er. «Die klare Zustimmung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Keine Überraschung stellte das deutliche Resultat für Gemeindepräsident Max Walter dar. Er hätte sich sogar eine noch grössere Zustimmung vorstellen können. «Wir haben während der Ausarbeitung schliesslich nie Gegenwind gespürt», sagte er. Mit dem Resultat sei er aber natürlich sehr zufrieden. «Der Auftrag ist klar.» Das Grobkonzept steht bereits, nun folgt gemäss Max Walter die Detailarbeit. Die neue Gemeindeordnung tritt per 1. Januar 2018 in Kraft.

Otelfingen: Der neue Schulpfleger heisst Christian Frey

Nachdem im ersten Wahlgang Ende September der freie Sitz in der Oberstufenschulpflege nicht besetzt werden konnte, weil gar niemand kandidiert hatte, stellte sich nun für den gestrigen zweiten Wahlgang Christian Frey aus Otelfingen als Kandidat zur Verfügung – und er wurde gewählt. Der 53-Jährige erhielt von den Stimmberechtigten aus den vier Kreisgemeinden Otelfingen, Boppelsen, Hüttikon und Dänikon insgesamt 216 Stimmen. 582 Wahlzettel wurden leer abgegeben und 87 Stimmen gingen an Vereinzelte. Im zweiten Wahlgang ist jeweils das relative Mehr ausschlaggebend. Die Wahlbeteiligung in den vier Kreisgemeinden lag bei 21,2 Prozent.

Für Christian Frey ist die Schulpflege kein unbekanntes Terrain. Er war bereits von 2010 bis 2014 Mitglied der Oberstufenschulpflege. Der diplomierte Betriebsökonom ist verheiratet und Vater zweier Teenager. Der Sitz in der Behörde wurde frei, als Thomas Fink im vergangenen Sommer seinen Rücktritt aus der Schulpflege bekannt gegeben hatte.

Kirchenpflege Otelfingen: Susanne Frischknecht ist gewählt

Bei der Ersatzwahl eines Mitglieds für die Reformierte Kirchenpflege Otelingen/Boppelsen/Hüttikon für den Rest der Amtsdauer von 2014 bis 2018 wählten die Stimmberechtigten der drei Kreisgemeinden gestern die Otelfingerin Susanne Frischknecht mit 78 Stimmen. Von den insgesamt 343 eingegangenen Wahlzetteln waren deren 221 leer. 37 Stimmen gingen an Vereinzelte, und sieben Wahlzettel erhielten ungültige Stimmen. Es war dies bereits der dritte Wahlgang, weshalb das ­relative Mehr ausschlaggebend ist. Die Wahlbeteiligung lag bei 21,6 Prozent.

Unteres Rafzerfeld: Helen Moshfegh neu in der Schulpflege

Die Kampfwahl um einen Sitz in der Schulpflege Unteres Rafzerfeld (SUR) für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 hat Helen Moshfegh (Fokus Hüntwangen) für sich entschieden. Die ehemalige Schulleiterin erhielt 471 Stimmen, während ihre Konkurrentin, Sandra Baumann (parteilos) aus Wil, auf 384 Stimmen kam. Bei einer Stimmbeteiligung von 44,5 Prozent betrug das absolute Mehr 437 Stimmen. Es wurden 67 leere Wahlzettel eingeworfen, 3 waren ungültig.

Helen Moshfegh-Bütikofer ist 55-jährig und wuchs in Obersiggenthal, Aargau, auf. Seit 2003 wohnt die Lehrerin und Erwachsenenbildnerin in der Gemeinde Hüntwangen. Sie kam sowohl in der Gemeinde Hüntwangen als auch in der Gemeinde Wil auf mehr Stimmen als ihre Konkurrentin. Nur in Wasterkingen erreichte Sandra Baumann 17 Stimmen mehr als die Hüntwangnerin. Die Ersatzwahl für die Schulpflege Unteres Rafzerfeld (SUR) war nach dem Rücktritt von Barbara Wuggenigg (SVP) aus Wil nötig geworden.

IG Niniho ist nun in der Pflicht

Seit gestern hat die Interessengemeinschaft Niniho (IG Niniho), die seit Jahren heftig gegen die Behörde schoss, eine Vertreterin in der Sekundarschulpflege Niederhasli-Niederglatt-Hofstetten. Ihre Kandidatin Anita Lommatzsch erreichte mit 682 Stimmen das absolute Mehr, das bei 451 Stimmen lag, und wurde gewählt. Lommatzsch ersetzt damit die bisherige Finanzvorsteherin Gabriela Erni (SP), die aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist. Die Stimmbeteiligung betrug 20,25 Prozent. Allerdings wurde knapp die Hälfte aller eingegangenen Wahlzettel leer eingereicht. Anita Lommatzsch war die einzige Kandidatin, nachdem sich ihr Konkurrent Peter van Herpen (SP) zurückgezogen hatte.

Nürensdorf: Rudolf Ammann neu in Baubehörde

Die Baukommission der Gemeinde Nürensdorf ist wieder vollzählig. Der vakante Sitz kann durch Rudolf Ammann (parteilos) besetzt werden. Der 50-jährige Bauführer hat in der Urnenwahl vom Wochenende 909 Stimmen erhalten und den freisinnigen Kandidaten, Dieter Beeler (326 Stimmen), klar hinter sich gelassen.

Regensberg: Ja zu Sanierung der Staldernstrasse

Mit 151:32 Stimmen genehmigten die Regensberger (Stimmbeteiligung von 65,5 Prozent) einen Kredit von 320 000 Franken für die Sanierung der Staldernstrasse. Ebenso hiessen sie mit 169:17 Stimmen den Betrag von 205 000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung in besagter Strasse gut.

Neue Pfarrerinnen in Bachs, Wallisellen und Regensdorf

Die Bachser Stimmberechtigten wählten mit 180:18 Stimmen Gerda Wyler zur neuen Pfarrerin der Reformierten Kirchgemeinde für den Rest der Amtsdauer 2016 bis 2020. Die Stimmbeteiligung betrug 64,6 Prozent. 10 Stimmzettel wurden leer eingeworfen.

Mit 1341 zu 27 Stimmen (Beteiligung: 41,5 Prozent) wurde Yasmin Zimmermann auf die vakante gemeindeeigene Pfarrstelle (50 Prozent) der reformierten Kirche in Wallisellen gewählt. 95 Stimmen wurden leer eingeworfen.

Die neue Pfarrerin der Reformierten Kirchgemeinde Regensdorf heisst Nadja Troi-Boeck. Sie wurde von den Regensdorfer Stimmberechtigten bei einer Wahlbeteiligung von 38,3 Prozent mit 1317 Ja- zu 49 Nein-Stimmen gewählt.

Erstellt: 12.02.2017, 17:57 Uhr

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