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Die Nacht der Sternschnuppen mitverfolgen

In der Nacht von Freitag auf Samstag bleibt die Schul- und Volkssternwarte Bülach bei gutem Wetter länger geöffnet. Sobald der Mond verschwunden ist, kann man den Perseiden-Sternschnuppenschauer mitverfolgen.

In der Nacht von Freitag auf Samstag können bei klarem Himmel viele Sternschnuppen beobachtet werden.
In der Nacht von Freitag auf Samstag können bei klarem Himmel viele Sternschnuppen beobachtet werden.
Alessando Della Bella, Keystone

Am Freitag, 12. August, wird die Sternwarte Bülach wie gewohnt um 20 Uhr ihr Dach zum regulären öffentlichen Beobachtungsabend öffnen. Zu Beginn, sofern es das Wetter zulässt, wird an Aussenteleskopen die untergehende Sonne beobachtet, während in der Abenddämmerung die Planeten Jupiter, Mars und Saturn sowie der zunehmende Mond ins Visier genommen werden.

Raumstation ISS zweimalim Überflug

Zweimal an diesem Abend fliegt die Internationale Raumstation ISS über den Himmel, ein erstes Mal um 20.50 Uhr und rund anderthalb Stunden später um 22.26 Uhr.

Richtig spannend wird es nach 22 Uhr, wenn sich allmählich die Dunkelheit übers Unterland ­legen wird. Wie alle Jahre um dieses Datum herum sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Zwar hellt der Mond mit seinem Schein im Südwesten etwas den Himmel auf, in Richtung Nordosten, von wo aus die Meteore über den Himmel huschen, ist es aber einigermassen dunkel. Unterhalb des Sternbilds Cassiopeia erscheint das Sternbild Perseus, das dem Sternschnuppenschauer den Namen verlieh.

Aufblitzen beim Eintrittin die Erdatmosphäre

Die winzigen Geschosse – die allermeisten kaum grösser als ein Kieselstein – tauchen mit 59 km pro Sekunde in die obere Erdatmosphäre ein und ionisieren kurzzeitig die Luftmoleküle. Dadurch entsteht das kurze Aufblitzen. Gelegentlich können aber auch helle Meteore, sogenannte Feuerkugeln, gesichtet werden. Seit Herbst 2014 zeichnet die Sternwarte Bülach Nacht für Nacht die Meteore auf und liefert die Daten an die Fachgruppe Meteorastronomie (FMA).

Auflösungspunkteeines Kometen

Bei den Perseiden handelt es sich um die Auflösungsprodukte des Kometen 109P / Swift-Tuttle, der letztmals im Dezember 1992 die Erdbahn kreuzte und wieder viel Staub zurückliess.

Weil der diesjährige Höhepunkt in die Abendstunden fällt, dürften besonders viele Sternschnuppen erhascht werden. Die Sternwarte Bülach bleibt deshalb ausnahmsweise bis über Mitternacht hinaus geöffnet.

red

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