Kloten/Opfikon

Jungsozialisten doppeln mit Klima-Initiative nach

Junge Politikerinnen und Politiker wollen im Herbst Unterschriften für das Klima sammeln. In Kloten und Opfikon sollen die Treibhausgase bis in zehn Jahren massiv sinken.

Mit dem Unterschriftensammeln wollen die Initianten im Herbst beginnen.

Mit dem Unterschriftensammeln wollen die Initianten im Herbst beginnen. Bild: Symbolbild

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Den Klimanotstand ausrufen wollten Kloten und Opfikon diesen Frühling nicht. Nun lancieren die Juso Zürich Unterland in den beiden Gemeinden je eine Volksinitiative, die noch einiges weiter geht: Bis 2030 sollen die Treibhausgase auf netto null sinken. Das bedeutet, entweder keine mehr auszustossen oder sie zu kompensieren.

Die Forderung entspricht derjenigen der Klimademonstranten, während gemäss Pariser Klimakonvention oder der nationalen Gletscher-Initiative das Ziel erst 2050 erreicht werden muss. Im Mai hat auch die Stadt Zürich beschlossen, die CO2-Emissionen bis 2030 auf netto null zu senken.

«Wir müssen jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um unsere Erde zu retten.»Max Töpfer, Präsident Juso Zürich Unterland

Die Frist von gut zehn Jahren sei ambitioniert, räumt Parteipräsident Max Töpfer ein. «Doch wir müssen jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um unsere Erde zu retten.» Mit dem Ausstieg aus den fossilen Energien bis 2050 sei es unsicher, ob dies noch gelingt. «Wir sind die letzte Generation, die noch in der Lage ist, die drohende Katastrophe abzuwenden.»

Es gelte, der rechtskonservativen Ratsmehrheit entgegenzutreten. Diese wolle ihre Politik der Profitmaximierung für ihre Klientel weiter betreiben und werde unseren Planeten damit noch weiter zerstören. «Wir hatten jetzt bereits 40 Jahre Zeit, und es ist nicht viel geschehen.»

Das Mögliche tun

In Kloten soll das Parlament demnächst noch über die GLP-Initiative «für ein nachhaltiges Kloten» sowie den Gegenvorschlag des Stadtrats beraten. Die Jungpartei will diesen Entscheid noch abwarten, bevor sie ihre Initiative startet. Man wolle dem Gemeinderat noch die Chance einräumen, die richtigen Weichen zu stellen, sagt Töpfer. In Kloten sollen zudem die vom Flughafen verursachten Emissionen nicht berücksichtigt werden. Mit dem Unterschriftensammeln wollen die Initianten im Herbst beginnen. In beiden Gemeinden sind 300 nötig.

«Wir wollen, dass Kloten und Opfikon ihren Spielraum besser nutzen.»Max Töpfer, Präsident Juso Zürich Unterland

Dem Juso-Präsidenten ist auch bewusst, dass der Spielraum der Städte in der Klimapolitik begrenzt ist. Viele Massnahmen wie etwa ein Verbot von fossilen Heizungen oder Abgaben auf Brenn- und Treibstoffe sind auf kantonaler oder nationaler Ebene geregelt. Die Gemeinden hätten es aber zum Beispiel in der Hand, Fotovoltaik-Anlagen zu fördern, autofreie Zonen zu beschliessen sowie Veloverkehr und Elektromobilität voranzutreiben, betont Max Töpfer. «Wir wollen, dass Kloten und Opfikon ihren Spielraum besser nutzen.»

Erstellt: 31.08.2019, 15:29 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles