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Neue Zimmer bringen Bewegung in Hotelmarkt

Der Verdrängungswettbewerb in der Zürcher Hotellerie wird sich in den nächsten Jahren verschärfen, dies unter anderem wegen rund 2500 neuen Zimmern. Die meisten davon entstehen in der Nähe des Flughafens.

Eines der geplanten B&B Hotels wird in Rümlang an der Hofwiesenstrasse zu stehen kommen. Hier entstehen 170 Zimmer.
Eines der geplanten B&B Hotels wird in Rümlang an der Hofwiesenstrasse zu stehen kommen. Hier entstehen 170 Zimmer.
zvg

Strategisch gut gelegene Betriebe, welche die gegenwärtigen Erwartungen der Gäste konsequent berücksichtigen und konkurrenzfähige Preise anbieten, würden weiterhin ein gutes Erfolgspotential aufweisen, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse der Credit Suisse hervor. Im Gegensatz dazu gerieten Objekte an dezentralen Lagen und mit veralteten Konzepten unter Druck.

Für die Bank ist daher klar: Die genaue Abstimmung von Kundenbedürfnissen und angebotenen Leistungen sowie die sorgfältige Standortauswahl werden in diesem schwierigen Umfeld zu kritischen Erfolgsfaktoren für Hotelprojekte.

2500 neue Zimmer in drei Jahren

Als Grund für den verschärften Verdrängungswettbewerb nennt die Bank einerseits die steigende Konkurrenz von alternativen Übernachtungsanbietern wie der Online-Plattform Airbnb und andererseits «die volle Pipeline neuer Hotels».

Die CS rechnet über die kommenden drei Jahre für die Stadt und die Agglomeration Zürich mit fast 2500 neuen Zimmern - mehr als 17 Prozent des Zimmerbestands des Jahres 2016.

So sollen in diesem Jahr - vor allem im Zentrum von Zürich - rund 680 neue Zimmer auf den Markt kommen. Alleine das Motel One in der Innenstadt, das Ende Juli eröffnet wird, zählt 400 Zimmer und wird damit das grösste Hotel der Stadt Zürich.

Im Jahr 2018 könnten bis zu sieben neue Betriebe mit insgesamt rund 1000 Zimmern eröffnet werden. Die Mehrheit davon wird in Kloten, Rümlang und Wallisellen und damit in der Nähe des Flughafens Zürich sein. «Für 2019 ist die Projektpipeline mit circa 800 neuen Zimmer ebenfalls voll.»

Angebote wie Airbnb als starke Konkurrenz

Die CS geht davon aus, dass das wachsende Angebot aus der Sharing-Economy wie beispielsweise Airbnb die traditionellen Hotelbetriebe in naher Zukunft noch stärker herausfordern wird. Denn das neue Segment sei im Sinne seines Vertriebskonzepts und seiner Flexibilität innovativ: Sowohl Volumen als auch Preisniveau des Angebots können rascher auf Nachfrageschwankungen reagieren als in den gewöhnlichen Märkten.

So werde dieser innovative Kanal in touristischen Gemeinden und urbanen Zentren bereits heute als etablierter Spieler auf dem Hotelmarkt wahrgenommen, heisst es weiter.

Im Raum Zürich konzentriert sich der Hauptteil der Airbnb-Angebote bisher auf die Innenstadt: In gewissen Quartieren - wie dem Stadtzürcher Kreis 3 - kann die Summe der über die Online-Plattform ausgeschriebenen Unterkünfte bis 75 Prozent des gewöhnlichen Hotelangebots erreichen. Noch eher begrenzt ist die Präsenz momentan in suburbanen Gemeinden.

Stadt: Höchste Auslastung im Kreis 6

Einen wichtigen Einflussfaktor für die Auslastung ist die Nähe zu Hauptverkehrsknoten. So wies der Stadtzürcher Kreis 6, in dem sich mehrere Betriebe in der Nähe des Hauptbahnhofs befinden, gemäss CS im vergangenen Jahr mit rund 86 Prozent die beste Auslastungsquote der Innenstadt aus.

Der zentrale Kreis 1 und das Quartier Hardbrücke erreichten mit 70 beziehungsweise 76 Prozent ebenfalls hohe Auslastungswerte. Der dezentralere Kreis 7 hingegen hatte lediglich eine Quote von 56 Prozent.

Die beste Belegung im Agglomerationsgürtel gibt es in Flughafennähe. «Der Auslastungsgrad in Kloten ist mit knapp 87 Prozent einer der höchsten schweizweit», heisst es weiter.

SDA/mcp

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