Illnau-Effretikon

Stadtrat stirbt bei Helikopter-Absturz

André Bättig ist eines der Todesopfer des gestrigen Absturzes des Militärhelikopters auf dem Gotthardpass. Mit 50 wollte er aufhören zu fliegen. Ende Juli wurde er 50.

Kam gestern durch einen tragischen Unfall ums Leben: Stadtrat André Bättig.

Kam gestern durch einen tragischen Unfall ums Leben: Stadtrat André Bättig. Bild: Heinz Diener/Archiv

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Der Illnau-Effretiker Stadtrat André Bättig kam gestern beim Absturz eines Militärhelikopters ums Leben. Dies schreibt der Stadtrat heute in einer Medienmitteilung. «Wir sind über dieses schreckliche Ereignis erschüttert.» Man trauere um einen lieben Kollegen.

Der 50-Jährige war von 1998 bis 2006 für die FDP im Grossen Gemeinderat. Ab 2006 sass er im Stadtrat. Zuerst als Vorsteher des Ressorts Finanzen, seit 2010 leitete er das Departement Jugend und Sport.

Mit 50 wollte er aufhören zu fliegen

Bättig war nicht hauptberuflich Militärpilot. In einem Interview vor den Wahlen 2014 bezeichnete er das Helikopterfliegen als Hobby, dem er während sechs Wochen im Jahr nachging. Das Fliegen beschere ihm «schöne Erlebnisse» sagte er damals. Bättig hat im Jahr 1988 sein Brevet gemacht und war seither viele Jahre lang für die Luftwaffe im Einsatz. 2016 war das letzte Jahr, in dem er die Militärmaschinen flog, danach hätte er seinen Dienstsoll erreicht.

Dies bestätigt auch Jürg Nussbaum, Sprecher der Schweizer Luftwaffe auf Anfrage. Es sei Usus, dass Militärpiloten am Ende des Kalenderjahres, in dem sie das 50. Altersjahr vollenden ihren Dienst quittieren. Auch Bättig sei in seinem letzten Flugdienstjahr gestanden. Der 50-Jährige sei bis zuletzt bei voller Gesundheit und flugtauglich gewesen und habe auch dieses Jahr erfolgreich den alljährlichen, obligatorischen Gesundheitscheck absolviert.

Neben seiner politischen Tätigkeit leitete Bättig als Bauingenieur eine Abteilung in einer Effretiker Firma. Bättig hinterlässt drei Kinder und seine Lebenspartnerin.

Heli touchierte vermutlich Stromkabel

Der Militärhelikopter des Typs Super Puma ist gestern Mittag auf dem Gotthardpass abgestürzt. Er war im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unterwegs. Nachdem er vier OSZE-Mitglieder auf dem Gotthardpass abgesetzt hatte, wollten sich die Piloten auf den Rückweg begeben. Laut Armeechef André Blattmann hat der Heli kurz nach dem Start aber vermutlich ein Stromkabel touchiert und stürzte in der Folge ab. Beim Absturz der Maschine starb neben Bättig ein zweiter Pilot. Ein Flughelfer wurde beim Unglück verletzt.

Erstellt: 29.09.2016, 09:46 Uhr

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