Schleinikon

130 Unterschriften für ein Verkehrskonzept in der Gemeinde

Ein OK Komitee für mehr Sicherheit und Lebensqualität in der Gemeinde hat Unterschriften gesammelt. Über 130 Einwohner des Dorfteils Dachsleren fordern mehr Sicherheit auf den Strassen.

Die Kreuzung Lägernstrasse (links), Höhweg (rechts bei den Neubauten) und Dorfstrasse (vorne) im Schleiniker Quartier Dachsleren birgt wegen ihrer Unübersichtlichkeit Gefahren für alle Verkehrsteilnehmenden.

Die Kreuzung Lägernstrasse (links), Höhweg (rechts bei den Neubauten) und Dorfstrasse (vorne) im Schleiniker Quartier Dachsleren birgt wegen ihrer Unübersichtlichkeit Gefahren für alle Verkehrsteilnehmenden. Bild: Paco Carrascosa

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Remo Surber wohnt mit seiner Familie an der Lägerenstrasse und hat freie Sicht auf die Kreuzungen im Quartier Dachsleren. Er kann beobachten, wie sich immer wieder gefährliche Verkehrssituationen ergeben. «Wenn man Kinder hat, wird einem bewusst, wie schnell es zu einem Unfall kommen könnte an unübersichtlichen Stellen oder weil die Strasse zu schmal ist», sagt er. Surber ist Mitglied des achtköpfigen OK, das die Unterschriftensammlung initiiert hat. «Weil im Quartier Dachsleren zahlreiche Neubauten entstanden sind, hat auch der Verkehr zugenommen. Die Strassensituation wird dem aber nicht gerecht.»

Zwei Kreuzungen sind im Fokus

Das von 130 Personen unterzeichnete Schreiben des OK Komitees an den Gemeinderat trägt den Titel «Erhöhtes Verkehrsaufkommen führt zu steigendem Gefahrenpotenzial im Dorfbereich Dachsleren – Forderung nach Verkehrskonzept». Die Unterzeichnenden hatten die Möglichkeit, Vorschläge für eine Beruhigung auf der Strasse zu machen. Die Ideen betreffen eine erhöhte Sicherheit an der Kreuzung Stegacher/Lägerenstrasse und jene der Lägerenstrasse/Höhweg/Dorfstrasse und reichen von 30-er Zonen über Fussgängerstreifen, Spiegeln oder Stoppsignalen bis zum Bau eines Kreisels.

Gemeindepräsidentin und Sicherheitsvorständin Florina Böhler nimmt die Forderung nach einem Verkehrskonzept ernst. «Der Gemeinderat ist sich des Problems bewusst», sagt sie. «Uns ist klar, dass etwas geschehen muss, um die Sicherheit im Strassenverkehr zu verbessern.» Welche Massnahmen dafür am geeignetsten sind, sei jedoch schwierig herauszufinden. Zudem gelte es auch, die Kosten für die Umsetzung eines Verkehrskonzepts im Auge zu behalten.

Abklärungen durch Fachleute

Sie hat bereits mit verschiedenen Fachleuten Kontakt aufgenommen und die Situation vor Ort angeschaut. «Es sind Abklärungen getroffen worden. Ein Verkehrsplaner hat ein erstes Konzept offeriert. Auch mit einem Verkehrspolizisten der Kapo haben wir gesprochen. Im Moment bin ich in Verhandlung mit einem Fachmann der Beratungsstelle für Unfallverhütung», sagt Böhler.

Bisher hätten sich keine konkreten Lösungen abgezeichnet. «Das Thema ist sehr komplex.» Im Vordergrund stehe die Sicherheit der Fussgänger, vor allem jene der Schulkinder. Entlang der Dorfstrasse, wo das Primarschulhaus steht, gibt es ein Trottoir. Im Bereich der Quartierstrassen im Gebiet Dachsleren jedoch nicht. Böhler weist auf die Verkehrsregelnverordnung zum Strassenverkehrsgesetz hin, in der es heisst: Auf Nebenstrassen in Wohnquartieren (...) haben die Fahrzeugführer besonders vorsichtig und rücksichtsvoll zu fahren.

«Der Gemeinderat will ein Gesamtkonzept erarbeiten und keine Pflästerlipolitik betreiben», führt die Präsidentin aus. Eine schnelle Umsetzung sei jedoch schwierig, weil sehr viele Aspekte berücksichtigt werden müssen. Einer betrifft die Bauern. Die Durchfahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge muss überall im Dorf gewährleistet sein. Mögliche Sofortmassnahmen für einzelne Bereiche seien jedoch nicht ausgeschlossen.

Sobald erste Resultate in Bezug auf eine Verkehrsplanung vorliegen, informiert der Gemeinderat die Bevölkerung.

Erstellt: 13.11.2019, 18:07 Uhr

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