Buchberg

Vereine präsentierten sich am «Sagi-Fisch» von ihrer besten Seite

Mit Fischknusperli im Bauch erfuhren Besucher am Sonntag viel Wissenwertes über die Gattersagi und die Samariter.

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Die Gattersagi war mit ihrem lauten Rattern weitherum hörbar. In rassigem Tempo zersägte das eigentliche Herzstück des Vereins Pro Gattersagi Buchberg am Sonntag ganze Baumstämme.

Die Besucher des «Sagi-Fisch»-Sonntags zeigten sich von ihr fasziniert. Aus den Holzabfällen der Sägearbeiten bastelten die Kinder in der Werkstatt, welche in der Mehrzweckhalle eingerichtet war Geschenke; umsichtig betreut von Sepp Schneider und seinen Helfern. Mit Freude füllten die kleinen Besucher Säckchen mit Hobelspänen als Anfeuerholz, oder sie banden Holzbürdeli mit dekorativem roten Leinenband zusammen. Auch selbstgebastelte hölzerne Kerzenhalter fanden Gefallen.

Samariter im Wandel der Zeit

Im Keller unter der Gattersagi befindet sich ein Handwerksmuseum. In diesem zeigt der Buchberger Verein eine jährlich wechselnde Ausstellungen. 2019 ist es die Jubiläumsausstellung über den Samariterverein Buchberg-Rüdlingen, der heuer sein 75-Jahr-Jubiläum begeht.

Die Ausstellung bietet eine Rückschau auf die Gründung des Roten Kreuzes und des daraus entstandenen Schweizer Samariterbundes. Diesem ist der Samariterverein Buchberg-Rüdlingen seit seiner Gründung 1944 angeschlossen. Otto Weilenmann, Vorstandmitglied des Vereins, und Samariterin Claudia Leu beindruckten die Besucher mit ihren Ausführungen über den Wandel, den die Ausrüstung eines Samariters über die Jahrzehnte hinweg erfahren hat.

Das Aufgabengebiet der freiwilligen Helfer hat sich in den vergangenen 75 Jahren stark verändert. Wurden sie in den Kriegs- und Nachkriegsjahren noch oft zu privaten Notfällen in ein Haus gerufen, finden deren Einsätze heutzutage vermehrt an öffentlichen Veranstaltungen statt. Hatte früher jemand einen Unfall oder eine schwere Krankheit, musste er auf rasche Hilfe der Samariter vor Ort zählen können, denn es konnte weder eine Ambulanz herbeigerufen werden, noch ein Arzt einfach schnell vorbei kommen.

So ist der Werdegang des Vereins in einer ausführlichen, gut dokumentierten Chronik nachzulesen. Erarbeitet wurde sie von Ursi Omlin aus Buchberg mit der Unterstützung von Andrée Lanfranconi aus Rüdlingen.

Geschichten berühmte Helfer

Weiter konnten die Besucher vor dem Schulhausplatz ein funktionell eingerichtetes Samariterfahrzeug besichtigen, das aus Balzers im Fürstentum Lichtenstein eigens zu diesem Anlass nach Buchberg chauffiert worden war. «Von so einem Fahrzeug träumen wir», erklärt Claudia Leu. Da sei alles durchdacht, vom Schutzzelt für Verwundete, das innert weniger Minuten aufgestellt werden könne, bis hin zu fahrbaren Bahren und einer Liegemöglichkeit im Fahrzeug.

Gut besucht waren das Sagi-Kino, wo Otto Haller seine Filme über «Moschte und Schnapse» sowie über das Samariter-Jubiläum zeigte, und auch das Sagi-Theater mit dem zur Samariterausstellung passenden Titel «Chasperli tuet helfe».

Für Kinderohren verständlich gemacht, erzählte es die Geschichte von berühmten Helfern, die bis in die heutige Zeit bekannt sind. So etwa von dem Erlebniss des barmherzigen Samariters aus der Bibel, auf welchen sich die heutigen Samariter berufen, oder auch von den prägenden Erfahrungen Henri Dunants in der Schlacht von Solferino. Dieser ist des Gründer des Roten Kreuzes.

Erstellt: 21.10.2019, 16:36 Uhr

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