Bevölkerung

Weniger neue Unterländer als in früheren Jahren

2017 ist die Region um 2959 Einwohner gewachsen – und damit weniger stark als in den letzten Jahren. Tendenziell schwach zugelegt haben das Furttal und auch einige Glattaler Gemeinden, die sonst eher an der Wachstumsspitze liegen.

Opfikon (im Bild die Glattpark-Überbauung) hat Bülach 2017 von der Spitze des Unterländer Grössenrankings verdrängt.

Opfikon (im Bild die Glattpark-Überbauung) hat Bülach 2017 von der Spitze des Unterländer Grössenrankings verdrängt. Bild: Archiv ZU

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Seit 2007 ist die Bevölkerung der Region im Schnitt jedes Jahr um ungefähr ein Bachenbülach (rund 4000 Einwohner) gewachsen. Im letzten Jahr aber belief sich das Wachstum nur noch auf ein Niederweningen (rund 3000).

Das zeigen die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des statistischen Amts. Die Bezirke Bülach und Diesldorf folgen damit dem Trend des Kantons: Insgesamt ist die Wachstumskurve abgeflacht. In absoluten Zahlen stieg die Anzahl der Unterländer 2017 von 235 159 auf 238 118 an, also um 2959 Personen. Definiert man das Unterland so wie das statistische Amt, nämlich ohne die Glattaler Gemeinden der beiden Bezirke und ohne das Furttal, so weist es mit 1,7% Wachstum den höchsten Wert aller Zürcher Regionen aus. Weil aber das Furttal insgesamt nur um 0,6% gewachsen ist und weil zudem sonst boomende Gemeinden wie Bassersdorf (Wachstum +0,4%), Wallisellen (+0%) oder Rümlang (-0,8%) für einmal nicht an der Spitze der Tabelle figurieren, liegt der Schnitt der 44 Gemeinden der beiden Bezirke bei 1,3%, und damit nur noch leicht über dem Gesamtkantonalen Wert von 1,1%.

Daran ändert auch die Stadt Opfikon nichts, die um 2,1% auf 19 864 Einwohner gewachsen ist und damit Bülach (+1,6% auf 19 817) von der Spitze des Unterländer Grössenrankings verdrängt hat.

Im direkten Vergleich zu 2016 weist die Region den einen oder anderen Extremwert aus. Weiach etwa steht aufgrund der für das Dorf durchaus grossen Neubauten der letzten Zeit an der Wachstumsspitze aller 166 Gemeinden des Kantons – mit einem Plus von 19% (279 Personen) in nur einem Jahr.

Acht Dörfer sind im Minus

Auch am unteren Ende der Tabelle ist die Region vertreten. So verbuchen 2017 acht Dörfer sogar sinkende Einwohnerzahlen. Im Fall von Bachs macht die um 13 Personen geschrumpfte Bevölkerung ein Minus von 2,2% aus; ein Wert, der nur noch von Dachsen (-2,9%) übertroffen wird. Neben dem erwähnten Rümlang gesellen sich Hochfelden (-1,5%), Oberembrach (-1%), Dänikon (-0,4%), Dielsdorf (-0,4%), Buchs (-0,3%) und Hüntwangen (-0,2%) zum diesjährigen «Minus-Club».

Freilich stellen Zahlen aus einem einzelnen Jahr nur eine Momentaufnahme dar – und sie sind zudem desto weniger aussagekräftig, je kleiner eine Gemeinde ist. Betrachtet man das Bevölkerungswachstum über die letzten zehn Jahre, so finden sich unter den Top-Ten-Gemeinden fünf Unterländer Kommunen. Allerdings: Auch hier liegt Weiach an der Spitze des Kantons: Das Dorf ist seit Ende 2007 um 76,2% (oder um 757 Personen) gewachsen. Rang zwei geht mit 52,9% an Lufingen, auf Rang 3 folgt mit Opfikon (48,5% oder 6486 Personen) die erste grosse Gemeinde.

Während die Kantonsbevölkerung in dieser Zeitspanne um 13,5% (knapp 180 000 Personen) zugelegt hat, weist das Unterland einen Wert von 20,5% (über 40 000 Personen) aus. Insofern darf das Unterland (und insbesondere das Glattal) weiterhin als Boomregion bezeichnet weden, auch wenn die jüngsten Zahlen diesbezüglich nicht repräsentativ ausgefallen sind. (flo)

Erstellt: 07.02.2018, 18:07 Uhr

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