Wahlen

Wer nächstes Jahr wieder antritt

In einem Jahr ­wählen die Unterländer ihre Gemeindepräsidenten. Dem ZU haben die einen verraten, ob sie wieder antreten oder nicht. Andere wiederum wollen sich erst zu einem ­späteren Zeitpunkt festlegen.

16 Gemeindepräsidenten aus dem Unterland treten bei den Wahlen wieder an.

16 Gemeindepräsidenten aus dem Unterland treten bei den Wahlen wieder an. Bild: Sibylle Meier

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Auf die Frage, ob er an den Kommunalwahlen in einem Jahr wieder antritt, antwortet Paul Remund (FDP), Stadtpräsident von Opfikon, mit Ja. «Die Mitgestaltung an der dynamischen Entwicklung der Stadt Opfikon bereitet mir immer noch grosse Freude. Die Zusammenarbeit im Stadtrat ist sehr spannend und zielorientiert», sagt Remund, der seit 2010 im Gemeinderat sitzt und seither auch Gemeindepräsident ist. Remund schätzt nicht nur die Zusammenarbeit in der Exekutive: «Auch die zum Teil sehr hart geführten Diskussionen mit unserem Parlament sorgen dafür, dass ich als Stadtpräsident nie das Gefühl hatte, einen 08/15-Job auszuüben. Routine gibt es nicht. Und das ist gut so.»

Auch für Max Walter (SVP, ­Regensdorf) ist jetzt schon klar, dass er 2018 erneut antreten wird. «In den letzten Jahren ist es gelungen, aus den Mitgliedern des Gemeinderates ein starkes Team zu formen, und die Chancen, mit diesem die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen, sind sehr gut», sagt Walter, der seit 2010 Gemeindepräsident ist und seit 2000 im Gemeinderat sitzt. Zumindest einen Abgang wird es aber in Regensdorf geben: Bauvorstand Karl Wegmüller stellt sich nicht mehr zur Verfügung. Walter geht davon aus, dass die übrigen Gemeinderäte erneut kandidieren.

Von den weiteren beiden grossen Städten im Unterland, Kloten und Bülach, ist hingegen noch kein Ja zu vernehmen: René Huber (SVP), seit 2006 Stadtpräsident in Kloten, verweist darauf, dass es noch lange dauert bis zu den Wahlen, deshalb könne er dazu noch keine Aussage machen. Er betont aber, dass er immer noch grosse Freude an seiner Aufgabe habe. Auch für Mark Eberli (EVP), Stadtpräsident von Bülach, ist es noch zu früh, jetzt schon einen Entscheid zu fällen. Man könne sich im Herbst darüber unterhalten, sagt der seit der laufenden Legislatur amtierende Stadtpräsident.

Ein «eher Ja» aus Bachs, zwei Rücktritte im Furttal

Eine erneute Kandidatur bejaht haben weiter Präsidenten von (etwas) kleineren Gemeinden, die seit dem Beginn der laufenden Legislatur im Amt sind: Dies sind Edith Zuber (SVP, Dietlikon), Christoph Bösel (SVP, Nürensdorf), Dieter Schaltegger (SVP, Stadel), Markus Zink (parteilos, Neerach), Stefan Arnold (parteilos, Weiach), Matthias Hauser (SVP, Hüntwangen), Peter Zuberbühler (parteilos, Wasterkingen), Andreas Schellenberg (SVP, Steinmaur) sowie Thomas Vacchelli (parteilos, Buchs) mit dem Zusatz «soweit ich dies zum jetzigen Zeitpunkt sagen kann».

Wieder antreten wollen auch Markus Imhof (SVP, Hüttikon), der seit 1998 im Gemeinderat sitzt, seit 2006 als Präsident. Auch bejaht Andrea Weber (parteilos, Niederweningen), seit 2002 im Gemeinderat und seit 2006 Präsidentin, die Frage nach dem Wiederantritt. Wenn es nach den Gemeindepräsidenten geht, soll auch in Freienstein-Teufen und Rorbas Kontinuität herrschen: Der parteilose Oliver Müller, seit 2006 im Rat und seit 2014 Präsident, will für erstere Gemeinde wieder antreten und Hansueli Büchi in der Nachbargemeinde Rorbas. Emanuel Hunziker aus Bachs, seit 2002 im Gemeinderat und seit 2006 Präsident, sagt «eher Ja».

Ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur haben zum jetzigen Zeitpunkt einzig Daniel Zumbach (parteilos) aus Dänikon sowie Willy Laubacher (SVP) aus Otelfingen bekannt gegeben. Die meisten der übrigen Gemeindechefs wollen ihre Kandidatur oder ihren Verzicht auf diese erst zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen. So schreibt Luzius Hartmann aus Niederglatt: «Der Gemeinderat hat entschieden, dass sich alle Mitglieder des Gemeinderates bis nach den Sommerferien überlegen, ob sie für eine weitere Amtsperiode kandidieren oder nicht.» Auch andere Gemeinden wollen erst nach dem Sommer informieren. In Wallisellen wiederum wird der Gemeinderat das Thema im Juni diskutieren, in Rümlang sei es üblich, dass Rücktritte bis Ende August der Kanzlei gemeldet werden. Gemeindepräsident Thomas Hardegger (SP), seit 2006 im Amt, will den Sommer nutzen, um den für ihn richtigen Entscheid zu treffen. «Das Amt macht mir nach wie vor grosse Freude», ergänzt er.

Welche Themen sie sich vornehmen wollen

Die Liste der Themen, welche die Gemeindepräsidenten bei einer Wiederwahl angehen möchten, ist lang. So sagt Paul Remund aus Opfikon: «Bei einer allfälligen Wiederwahl möchte ich in der nächsten Amtsdauer mithelfen, dass sich die Menschen noch vermehrt mit der Stadt Opfikon identifizieren.» Daneben findet Remund, dass sich «auch die vielen erfolgreichen Firmen mit Sitz in der Stadt Opfikon wohlfühlen sollen». Denn auch auf deren Steuereinnahmen sei die Stadt angewiesen, um die zahlreichen grossen Investitionsvorhaben der nächsten Jahre umsetzen zu können. Edith Zuber aus Dietlikon bezeichnet als ihr Hauptziel bei einer Wiederwahl, sich dafür einzusetzen, «dass Dietlikon auch in Zukunft ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleibt».

Andrea Weber (Niederweningen) führt zum Beispiel die Zusammenschlussgespräche mit den Nachbargemeinden als Projekt auf, das sie weiterverfolgen würde. Daneben stehen für Weber neben vielen anderen Themen die Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung sowie des ­Inventars der kommunal schützenswerten Bauten an, die Erweiterung der Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung, die Einführung eines Sozialsekretariats oder auch die Gewährleistung der Attraktivität des Schwimmbads, wo statt eines zwei Bademeister angestellt werden sollen.

Auch Peter Zuberbühler aus Wasterkingen nennt eine ganze Reihe von Themen, die er sich vornehmen möchte: So sollen zum Beispiel die Bachleitungen erneuert werden, die Digitalisierung auf der Gemeindeverwaltung vorangetrieben oder auch die Integration der Einwohner gewährleistet werden. Letztere soll nicht nur die «Fremdstämmigen» betreffen. Daneben sollen neben vielen anderen Themen auch der öffentliche Verkehrmit befriedigenden Anbindungen und der private Verkehr (Stichwort Umfahrung Eglisau) im Fokus stehen.

Der Verkehr ist auch in anderen Gemeinden ein Thema, zum Beispiel in Freienstein-Teufen, wie Gemeindepräsident Oliver Müller sagt. Dort beschäftigt die Gemeinde die schlechte Anbindung an Winterthur. Er hoffe, dass der Gemeinderat in der nächsten Amtsdauer eine Verbesserung erreichen könne.

Erstellt: 28.04.2017, 20:46 Uhr

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