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Kolumne von Markus SommRitual der Sadisten

Die Kreuzigung von Jesus Christus war ein Justizverbrechen eines Herrenvolks, das wie kein anderes wusste, wie man Menschen zum Gehorchen bringt.

Die Kreuzigung, Gemälde von Jacopo Tintoretto, 1566.
Die Kreuzigung, Gemälde von Jacopo Tintoretto, 1566.
Bild: Picasa

Kaiphas und seine Kollegen, Hohepriester in Jerusalem, hatten allen Grund, misstrauisch zu werden. War dieser Jesus von Nazareth nicht vor wenigen Tagen in die Stadt eingeritten, noch dazu auf einem Esel, unter dem Jubel der Bevölkerung? Wie verzückt, als hätten sie den Verstand verloren, wirkten die Leute, deren Zahl in die Tausende ging. Mit Tränen in den Augen standen sie da oder eilten herbei, Kinder an der Hand hinter sich herziehend, und während sie Palmzweige vor ihm auslegten, riefen sie: «Der König der Juden ist da!», und Jesus hatte nicht widersprochen, wie Spitzel einem schlecht gelaunten Kaiphas danach berichteten.

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