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Rückschlag statt Tabellenspitze

Kloten kassierte gegen die zuvor in neun Spielen sieglosen SCL Tigers eine unerwartete 3:5-Niederlage. Erstmals ging Kloten in dieser Saison im eigenen Stadionohne einen Punkt vom Eis.

Wer nicht aufpasst, der kann selbst gegen den Tabellenletzten Langnau stolpern: Tom Gerber bringt Bobby Sanguinetti zu Fall.
Wer nicht aufpasst, der kann selbst gegen den Tabellenletzten Langnau stolpern: Tom Gerber bringt Bobby Sanguinetti zu Fall.
Keystone

Ein grosser Eishockeyabend war in der Swiss-Arena angerichtet. Mit einem Sieg gegen den vermeintlichen «Punktelieferanten» aus Langnau wäre der Sprung des EHC an die Tabellenspitze möglich gewesen. Die Stimmung wirkte vor der Partie in den Wandelgängen ausgelassen, über das Stadionmikrofon wurde mit dem Altrocker Alice Cooper weiter angeheizt und die Fankurve empfing das Team mit einer tollen Choreo. Rund zwei Stunden später war die Ernüchterung im Stadion riesig, dem Rausch folgte der Kater. Der EHC Kloten hatte es als erstes Team in dieser Saison geschafft, gegen die SCL Tigers zu verlieren. Erstmals auch verliess man das Eis im eigenen Stadion ohne Punktgewinn. Und Langnau holte in einer Partie einen Punkt mehr als zuvor bei neun Auftritten.Wie konnte das passieren? Stürmer Matthias Bieber betonte nach dem Spiel, dass man den Gegner sicher nicht unterschätzt habe. Aber genau diesen Eindruck bekam man vierzig Minuten lang. Einmal mehr kassierte Kloten früh den ersten Gegentreffer, diesmal nach 62 Sekunden. Ein Phänomen, das auch der neue Trainer Pekka Tirkkonen am Ende nicht erklären konnte. Nach dem Ausgleich durch Bobby Sanguinetti in der 24. Minute ­gingen die Gäste postwendend wieder in Führung. Erst nachdem der frühere Klotener Philippe Seydoux Langnau in der 46. Minute mit 4:1 in Führung geschossen hatte, erwachten die Zürcher Unterländer endlich. Als der erneut starke Denis Hollenstein in der 52. Minute auf 3:4 verkürzen konnte, schien die späte Wende möglich.

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