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Sagenhaftes Design und Rentiertäschli

An der Designgut halten auch viele Winterthurer Kreative ihre Erzeugnisse feil. Ein Besuch bei drei Frauen, stellvertretend für die reiche Gestaltungsszene der Stadt.

Ein Vorzeigestück aus der neuen Modekollektion von Linda Walser. Die Veltemerin ist als selbstständige Designerin und Produzentin tätig. Foto: Donato Caspari
Ein Vorzeigestück aus der neuen Modekollektion von Linda Walser. Die Veltemerin ist als selbstständige Designerin und Produzentin tätig. Foto: Donato Caspari

Es ist Freitagmorgen, 11 Uhr, und die Designgut-Messe ist erst seit einer Stunde geöffnet. Dennoch ist der Besucherandrang in den oberen Stockwerken des Casino- theaters bereits beachtlich. Zwischen Handtaschenauslagen und Möbelinstallationen warten modebewusste Standverkäuferinnen und -verkäufer in Filzröcken oder Stoffsackos auf Kunden. Mitten im Gewimmel: Linda Walser. Die junge Designerin ist keine Jungdesignerin mehr. Ihre erste Kleiderkollektion entwickelte Walser bereits vor sieben Jahren. Seither kamen ein bis zwei pro Jahr hinzu. Sie ist vom Fach, hat Modedesign studiert und wagte nach der Ausbildung ohne Zwischenstopp den Schritt in die Selbstständigkeit, was sie nie bereut hat. Die Produkte aus Naturmaterialien wie Baumwolle oder Seide stellt Walser in ihrem Atelier «sagenhaft» nahe dem Veltemer Dorfkern her. Ihren Kleidern verleiht sie Attribute wie «schlicht, verspielt, herzig». Zudem habe jedes Stück «irgendwo etwas Verstecktes, Überraschendes, eben etwas Sagenhaftes». Das zeigt sich, wenn man beim Befühlen einer Innentasche unvermittelt einen weichen, pelzigen Stoff zwischen den Fingern spürt. «Versteckt» können aber auch feine Broschen oder Textilschnörkel sein.

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