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Historische Altlasten in ZürichDie rassistischen Häusernamen kommen weg

Die Stadt entfernt rassistische Bezeichnungen von zwei Liegenschaften im Niederdorf. Private Eigentümer sollen dem Vorbild folgen.

Die städtische Liegenschaft an der Niederdorfstrasse 29 wird umbenannt.
Die städtische Liegenschaft an der Niederdorfstrasse 29 wird umbenannt.
Foto: PD/Stadt Zürich 

Die Stadt Zürich setzt ein Zeichen gegen Rassismus. Oder besser gesagt: Sie sagt öffentlichen Zeichen mit Bezug zu Anti-Schwarzen-Rassismus und Kolonialismus den Kampf an. So will der Stadtrat gewisse Inschriften und Wandbilder entweder entfernen oder in den historischen Zusammenhang setzen. Betroffen sind vorerst drei Häuser im Niederdorf.

Aus Sicht des Stadrats gibt es im Stadtraum diverse problematische Zeichen. Sie befinden sich mehrheitlich im Niederdorf und sind Teil der Stadtgeschichte. Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) sagt: «Wir sind uns dieser Vergangenheit bewusst. Gleichzeitig tolerieren wir Zeichen nicht, die von Direktbetroffenen als demütigend empfunden werden.» Die Sensibilität gegenüber dem Thema sei im Zuge der Bewegung «Black Lives Matter» auch in der Stadtzürcher Bevölkerung stark gestiegen. Das Belassen der rassistischen Zeichen könnte eine unreflektierte Normalität suggerieren.

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