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Sitz für zwei Jahre im UNO-RatSchweiz budgetiert 24,5 Millionen Franken für Sicherheitsrats-Kandidatur

Für den Einsitz im Sicherheitsrat will die Schweiz mehrere Millionen Franken investieren. Neben der Schweiz bewirbt sich auch Malta für einen der zwei nichtständigen Sitze im Rat.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Ignazio Cassis äussern sich zur Kandidatur der Schweiz für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. (30. Oktober 2020)
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Ignazio Cassis äussern sich zur Kandidatur der Schweiz für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. (30. Oktober 2020)
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Die Schweiz will 24,5 Millionen Franken zur Unterstützung ihrer Kandidatur und den Einsitz im Uno-Sicherheitsrat für die Jahre 2023 bis 2024 investieren. Vier Fünftel des Betrags soll innerhalb des Aussendepartements umverteilt werden.

Ein Sprecher des Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte am Sonntag entsprechende Informationen der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». Insgesamt schaffe das EDA für das Uno-Mandat 25 neue Stellen, sagte der Sprecher weiter. Der Betrag von 24,5 Millionen Franken soll zwischen 2020 und 2025 aufgebracht werden.

Die Schweizer Kandidatur für einen der zehn nichtständigen Sitze im Uno-Sicherheitsrat wurde bereits 2011 offiziell eingereicht. Der Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedern, darunter fünf ständige Mitglieder.

Bisher bewerben sich Malta und die Schweiz um die zwei nichtständigen Sitze, die in der westlichen Regionalgruppe frei werden. Die Wahl findet im Juni 2022 statt.

Ende Oktober hat der Bundesrat die Schweizer Kandidatur mit dem Slogan «A Plus for Peace» in New York vorgestellt. Ein nicht ständiger Sitz im höchsten Uno-Gremium würde es der Schweiz ermöglichen, «ihre aussenpolitischen Ziele zu vertreten und ihre Erfahrung als Brückenbauerin zu teilen», so der Bundesrat.

SDA

12 Kommentare
    Andreas Bollner

    Die Politiker und Diplomaten der oberen Etage wissen offenbar nicht mehr, wo sie hingehören. Ich versuche es, hiermit verständlich zu erläutern: Sie gehören zur Schweiz, das ist das Land, welches für ihre Existenz aufkommt. Sie gehören nicht zu New York (UN), und schon gar nicht mit dem Portemonnaie der Schweizer.