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Kanton Aargau bringt Asylbewerber nun auch unterirdisch unter

Der Kanton Aargau versucht verzweifelt, für die vom Bund zugewiesenen Asylbewerber Unterbringungsplätze zu schaffen. Die dafür zuständige Regierungsrätin Susanne Hochuli (Grüne) will die Flüchtlinge jetzt auch unterirdisch unterbringen.

Im Visier hat das Departement Gesundheit und Soziales von Hochuli die so genannten Geschützten Operationsstellen (GOPS) der Spitäler Baden, Laufenburg, Muri und Aarau. Als erste soll in den kommenden Wochen die GOPS des Kantonspitals Baden in eine Asylbewerberunterkunft umfunktioniert werden. Falls die Kapazität nicht ausreicht, sollen auch unterirdische Sanitätsstellen in den Gemeinden als Asylunterkünfte genutzt werden. Zudem wurde bei der Armee ein Gesuch für die Bereitstellung einer temporären, mobilen Unterbringungsmöglichkeit gestellt. Diese soll auf den Arealen bestehender kantonaler Unterkünfte aufgebaut werden. Bei der Einrichtung von kantonalen Unterkünften geht das Departement Hochuli bisweilen forsch voran. In Aarburg und Menziken wurden Verfügungen der betroffenen Gemeinden mit Beschwerden gekontert. Diese erzielten eine aufschiebende Wirkung und ermöglichten so die sofortige Inbetriebnahme. Der Kanton Aargau rechnet, dass die Zahl der vom Bund zugewiesenen Personen bis zum Jahresende rund 2500 Personen betragen wird. Allein im Juni wurden dem Kanton vom Bund 276 Asylsuchende zugewiesen. Es handelt sich dabei um die höchste je registrierte Zahl. Sie liegt deutlich über den im Jugoslawien-Krieg verzeichneten Werten. Vorangetrieben werden im Kanton Aargau auch die Pläne für kantonale Grossunterkünfte. Ein Vorprojekt für ein Standortkonzept wurde in Angriff genommen. Ziel ist es vorerst, die Grossunterkünfte regional ausgewogen zu verteilen.

SDA

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