Der WEF-Gründer erhält keinen Schweizer Pass

Ueli Maurer und der Kanton Graubünden hätten Klaus Schwab gerne das Bürgerrecht geschenkt. Doch daraus wird nun nichts.

Keine besondere Ehre für seine Verdienste: Klaus Schwab während des 17. WEF für den Nahen Osten und Nordafrika in Jordanien. (6. April 2019) Bild: Andre Pain/EPA

Keine besondere Ehre für seine Verdienste: Klaus Schwab während des 17. WEF für den Nahen Osten und Nordafrika in Jordanien. (6. April 2019) Bild: Andre Pain/EPA

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Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des Davoser World Economic Forums (WEF), kann nicht mit der Verleihung des Schweizer Bürgerrechts für seine Verdienste geehrt werden. Es fehlt die Rechtsgrundlage dafür.

Die Idee, Klaus Schwab, der den deutschen Pass besitzt, das Schweizer Ehrenbürgerrecht zu verleihen, entstand in einem Kontaktforum nach der Austragung des WEF 2019 im Januar. Beim Treffen von Vertretern von Bund, Kanton Graubünden und der Gemeinde Davos wurde das Thema Ehrenbürgerrecht für Schwab diskutiert.

Der Hintergrund: das Weltwirtschaftsforum wird in zwei Monaten zum 50. Mal durchgeführt. Doch aus der Verleihung des Bürgerrechts an den 81-jährigen Schwab, der im Kanton Genf wohnt, wird nichts.

Der Bund habe dem Kanton mitgeteilt, er würde einer «Einbürgerung ehrenhalber mit Auswirkung auf den Pass» nicht zustimmen respektive die Einbürgerungsbewilligung nicht erteilen, schrieb das Bündner Justizdepartement am Dienstag auf Anfrage zu einem Bericht in der Tageszeitung «Südostschweiz».

Anderweitig würdigen

Das Umfeld von Klaus Schwab sei über den aktuellen Stand «selbstverständlich informiert». Der Kanton Graubünden prüfe nun weiter, wie die Verdienste von Professor Klaus Schwab anderweitig gewürdigt werden könnten.

Das WEF in Davos, wo jedes Jahr Grössen aus Wirtschaft und Politik zusammenkommen, ist für die Schweiz ein Anlass von nationaler Bedeutung. Auch Bundesrätinnen und Bundesräte treten dort auf, die Veranstaltung wird von Tausenden von Soldaten und Polizisten aus der ganzen Schweiz bewacht.

Viel Ehre in Davos

Viel Ehre hat Klaus Schwab schon in der Gemeinde Davos erfahren. Vor 20 Jahren bekamen er und seine Gattin Hilde das Davoser Ehrenbürgerrecht verliehen.

Ein Jahr später erhielt das Ehepaar Schwab im Davoser Seitental Sertig ein Stück Boden von einem Quadratmeter Umfang geschenkt. Der Landflecken trägt den Namen «Gottlob». Er befindet sich 400 Meter von jenem Kirchlein entfernt, in dem die Schwabs heirateten. Davor schon hatte Klaus Schwab den Kristall in Empfang nehmen können, die höchste politische Auszeichnung der Gemeinde Davos.

(oli/sda)

Erstellt: 12.11.2019, 17:41 Uhr

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