Freiheit der Drohnen wird eingeschränkt

Ab Mitte kommenden Jahres wird eine Registrierungspflicht für Drohnenbetreiber und deren Geräte eingeführt.

Zwei Drohnen dringen im Rahmen einer Vorführung in ein Firmengelände ein. (Archiv)

Zwei Drohnen dringen im Rahmen einer Vorführung in ein Firmengelände ein. (Archiv) Bild: Andreas Arnold/DPA/Keystone

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Das unkontrollierte Fliegen von Drohnen soll in der Schweiz bald der Vergangenheit angehören. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) bereitet für Betreiber und deren Geräte eine Registrierungspflicht ab Mitte 2020 vor, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. «Wir erarbeiten gerade die Grundlagen für ein Drohnenregister», wird Bazl-Sprecher Urs Holderegger zitiert.

Die Idee für ein solches Register war bereits 2017 geäussert worden. Die Anmeldung soll laut dem Bericht online erfolgen. Wie die Polizei Zugriff auf die Daten erhalten kann, sei noch in Diskussion. Nach Schätzungen des Bundes wurden in den vergangenen Jahren in der Schweiz über 100'000 Drohnen an Hobbypiloten verkauft. Die Flugsicherung Skyguide arbeitet derzeit mit einem neuen Kontrollsystem daran, Drohnen in die Überwachung des Luftraums durch die Flugsicherung zu integrieren.

Pilotprojekt in Genf und Lugano

In einem Testbetrieb in Genf und Lugano können Drohnenpiloten über eine Handy-Anwendung ihren Flugplan Skyguide vorlegen und erhalten entweder eine Bewilligung oder müssen die Flugroute anpassen. Sowohl die Flugsicherung wie auch der Benutzer können danach den Flug der Drohne verfolgen und sehen auch die anderen Fluggeräte im Luftraum.

Bis im Sommer 2019 will Skyguide das System mit Namen U-Space für die ganze Schweiz ausrollen. Es soll die Drohnen-Flüge von kommerziellen Anbietern erleichtern.

An dem am Dienstag angekündigten Testlauf beteiligt sich laut Mitteilung auch der Drohnenentwickler Matternet. Matternet war am Versuch der Schweizerischen Post beteiligt, unterstützt vom Schweizer U-Space, mit Drohnen zeitsensible medizinische Laborproben über die visuelle Sichtlinie (BVLOS) zwischen zwei Spitälern in Lugano zu transportieren.

Eine Matternet-Transportdrohne im Auftrag der Post war Ende Januar beim Überqueren des Zürichsees abgestürzt. Sie war im Rahmen einer Testphase mit einer Blutprobe von der Klinik im Park der Hirslanden Gruppe zum Zentrallabor an der Forchstrasse unterwegs. (sda)

Erstellt: 17.03.2019, 08:31 Uhr

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