Loredana nimmt Stellung: «Das Geld wurde mir freiwillig gegeben»

Die Luzerner Rapperin hat sich zu den Betrugsvorwürfen geäussert. Um ihre Karriere fürchtet sich die 23-Jährige nicht.

Medienkonferenz in Pristina: Rapperin Loredana tritt vor die Öffentlichkeit. Video: Tamedia

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Die Luzerner Rapperin Loredana Zefi, die ein Walliser Ehepaar um 700'000 Franken erleichtert haben soll, hat am Freitagnachmittag an einer Medienkonferenz in Pristina alle Vorwürfe abgestritten. Die 23-Jährige sagte, dass sie kein Geld erpresst habe. «Das Geld wurde mir freiwillig gegeben.»

Die «ganze Sache» sei seit 2016 am Laufen gewesen, sagte Zefi vor den Medien. Mitglieder aus ihrer Familie seien in die Geschichte involviert gewesen, sie selber nicht. «Ich wusste nichts davon.»

Um welche Verwandten es sich handelt, wurde nicht klar. «Familie steht über allem», sagte Zefi. Im vergangenen Jahr hätte «diese Sache» mit den Geschädigten im Wallis abgeschlossen werden sollen. «Als ich das erfuhr, wollte ich nur helfen.»


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Der Rapperin wird vorgeworfen, zusammen mit ihrem Bruder ein Walliser Ehepaar um 700'000 Franken gebracht zu haben. Dazu soll sie sich als «Anna Landmann», eine uneheliche Tochter des Zürcher Milieu-Anwalts Valentin Landmann, ausgegeben haben.

Geld geschenkt oder ausgeliehen

Die Schweizerin mit albanischen Wurzeln wurde am Dienstagabend in Luzern festgenommen, ihre Wohnung wurde durchsucht. Nach der Befragung kam sie wieder frei. Gemäss Behörden sind aber noch weitere Befragungen geplant. Sie fürchte sich nicht davor, sie habe nichts zu verbergen, sagte Zefi. Der Staatsanwalt sei respektvoll und nett mit ihr umgegangen.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Verdachts auf Betrug, Erpressung, Nötigung und Drohung ein. Für Zefi gilt bis auf Weiteres die Unschuldsvermutung. In den Kosovo sei sie nicht etwa abgehauen, betonte sie. «Ich drehe hier ein Video. Das ist schon lange geplant.» Das habe sie deswegen auch nicht abblasen wollen.

Obwohl sie jegliche Schuld von sich weist, bot ihr Anwalt den Geschädigten inzwischen 350'000 Franken als Wiedergutmachung an. Dieser Betrag sei Zefi geschenkt respektive ausgeliehen worden. Die 700'000 Franken würden nicht stimmen. Das Ganze sei ohnehin eine zivilrechtliche Sache, keine strafrechtliche. «Es war nie die Absicht meiner Klientin, jemanden auszunehmen.»

Keine Angst um die Karriere

Mit Hits wie «Sonnenbrille», «Bonnie and Clyde» oder «Romeo & Juliet» feiert Loredana vor allem im Internet Erfolge. Auf Instagram folgen ihr 1,3 Millionen Personen. Ihre Clips auf Youtube werden millionenfach angeklickt. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe überschütten sie die Fans dort aber mit Kritik und Häme.

Ein Auftritt in der Schweiz ist für Juli am Openair Frauenfeld geplant. Dort soll sie mit ihrem Mann Mozzik auftreten. Das Openair hält bisher trotz der Vorwürfe an diesem Engagement fest.

Dass die Sache ihrer Karriere schaden könnte, glaubt Zefi nicht. Wenn die Musik gut sei, gehe es nicht um die Person. «Die Leute werden meine Musik trotzdem noch hören.» Sie will in einigen Tagen in die Schweiz zurückkehren und sich dann bei den Behörden melden.

(oli/sda)

Erstellt: 10.05.2019, 14:05 Uhr

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