So wollen die SBB an Ihre Daten kommen

SBB-Chef Andreas Meyer erklärt, wie er die Auslastung in den Zügen verbessern möchte.

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Züge, die zwar in der Mitte zu voll sind, am Anfang und am Ende der Komposition aber noch über genügend Platz verfügen, sollen Vergangenheit sein. Dafür läuft gemäss der «NZZ am Sonntag» derzeit ein Projekt «zur wagengenauen Auslastungssteuerung», bestätigt Mediensprecher Christian Ginsig in der Zeitung.

Plan ist, die Passagiere darüber zu informieren, welche Teile des Zuges weniger ausgelastet sind, wo es also noch freie Sitzplätze gibt. Dafür müssten die Fahrgäste der SBB allerdings ihre Reisedaten zur Verfügung stellen. SBB-Chef Andreas Meyer dazu: «Wenn wir nicht wissen, wo die Kunden ihre Reise beginnen und abschliessen, lassen sich viele mögliche Anwendungen gar nicht umsetzen.»

Damit Reisende ihre Daten aushändigen, soll zum Beispiel das Entschädigungssystem überarbeitet werden. «Wir müssen die Diskussion über Kundenrechte neu führen und sollten Kunden bei Verspätungen mit mehr entschädigen als einem Kaffeegutschein», so Meyer in der «NZZ am Sonntag» weiter. Und: «Wenn sie aber aufzeichnen, wo sie ein- und aussteigen, können sie belegen, dass ihnen eine Entschädigung zusteht.» Zudem schweben Meyer auf den Fahrgast zugeschnittene Störungsmeldungen oder reservierte Sitzplätze vor, bei denen man sich schon im Voraus Verpflegung bestellen könnte. (roy)

Erstellt: 11.03.2018, 04:34 Uhr

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