Ueli Maurer wird mit Glanzresultat erneut Bundespräsident

Die Vollversammlung hat den Zürcher mit 201 Stimmen ins Amt gehoben. Vize-Bundespräsidentin wird Simonetta Sommaruga.

Der neue Bundespräsident und die Vize-Bundespräsidentin: Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga. (5. Dezember 2018) Bild: Keystone

Der neue Bundespräsident und die Vize-Bundespräsidentin: Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga. (5. Dezember 2018) Bild: Keystone

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Ueli Maurer ist im kommenden Jahr Bundespräsident, zum zweiten Mal in seiner Karriere. Die Vereinigte Bundesversammlung hat den Zürcher SVP-Politiker am Mittwoch mit 201 von 209 gültigen Stimmen in das Amt gewählt, einem ausserordentlich guten Resultat.

8 Stimmen gingen an verschiedene Personen. 16 Wahlzettel waren leer eingegangen, 7 waren ungültig. Maurer ist zum zweiten Mal Bundespräsident; bei der ersten Wahl Ende 2012 erzielte er mit 148 von 202 gültigen Stimmen allerdings ein glanzloses Resultat.

Ein Rekord ist Maurers sehr gutes Wahlresultat nicht, in den vergangenen Jahrzehnten holten mehrfach Bundespräsidenten über 200 Stimmen. Ein ebenso gutes Resultat wie Maurer – 201 Stimmen – erzielte zuletzt der Waadtländer Jean-Pascal Delamuraz (FDP), der Bundespräsident von 1989.

Sommaruga wird Vize-Bundespräsidentin

Der amtierende Bundespräsident Alain Berset (SP) hatte vor einem Jahr 190 von 210 gültigen Stimmen erhalten. Doris Leuthard kam vor zwei Jahren auf 188 von 207 gültigen Stimmen. Mit lediglich 106 Stimmen das bisher schlechteste Resultat erzielte 2011 die Genfer SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey.

Zur Vize-Bundespräsidentin wählte die Bundesversammlung Simonetta Sommaruga (SP). Die Berner Politikerin erhielt 196 von 216 gültigen Stimmen.

Achter Vertreter der SVP

Der 68-jährige Maurer wurde im Dezember 2008 in die Landesregierung gewählt und ist nach 2013 zum zweiten Mal Bundespräsident. Maurer ist der 16. Zürcher, der in der Landesregierung das Amt des Primus inter Pares innehat. Letzter Zürcher Bundespräsident vor ihm war der Sozialdemokrat Moritz Leuenberger.

Maurer ist ausserdem der achte Vertreter der SVP, der das Bundespräsidium ausübt – Samuel Schmid nicht mitgezählt, der 2005 Bundespräsident war und später zur BDP wechselte. Vor Schmid war Adolf Ogi (BE) in den Jahren 2000 und 1993 Bundespräsident.

(mch/sda)

Erstellt: 05.12.2018, 13:42 Uhr

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