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«Es könnte eine Woche dauern, bis wir sie rausholen können»

Acht Personen stecken seit Sonntag im Hölloch fest. Am Montag haben die Retter über das Vorgehen informiert.

Rund um den Eingang zum Hölloch ist es nass. Video: SDA

Am Samstag stiegen sieben Männer aus der Deutschschweiz und ihr Tourenführer ins Hölloch im Muotathal, seit Sonntagmorgen sind sie wegen der Wassermenge in der Höhle eingeschlossen. Am Montag haben die Organisatoren der Expedition und die Retter über die Eingeschlossenen informiert.

Peter Draganits vom Trekking Outdoor-Team sagte, man habe sich trotz der schlechten Wetterprognose entschieden, die Tour durchzuführen. «Ich habe die Tour nach Berücksichtigung des Wetterberichts als sicher beurteilt. Es war Winterwetter angekündigt.» Statt Schnee habe es dann jedoch Regen geben.

Seit Sonntagmorgen waren acht Männer im Hölloch eingeschlossen. (Bilder aus einer früheren Expedition)
Seit Sonntagmorgen waren acht Männer im Hölloch eingeschlossen. (Bilder aus einer früheren Expedition)
Trekking.ch
Sie waren auf einer zweitägigen Biwak-Expedition unterwegs und wurden vom vielen Regen überrascht.
Sie waren auf einer zweitägigen Biwak-Expedition unterwegs und wurden vom vielen Regen überrascht.
Trekking.ch
Das Hölloch befindet sich im Muotatal.
Das Hölloch befindet sich im Muotatal.
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Das Wasser sei dann schnell gestiegen. Am Sonntag um zwei Uhr morgens sei klar gewesen, dass der Durchgang zu ist und sie eingeschlossen sind. Da sei es für eine Warnung zu spät gewesen. Hätten man die Tour absagen müssen? «Im Nachhinein ist man immer schlauer. Vielleicht war es ein Fehler», sagt Draganits.

«Es könnte auch eine Woche gehen»

Laut Franz Auf der Maur von Speleo-Secours Schweiz stecken die Männer noch mehrere Tage fest: «Sie sind noch mindestens 48 Stunden in der Höhle.» Das zeigten der Pegelstand – bis am Montagmorgen lief das Wasser ab, danach stieg es wieder – und die Erfahrung. «Es könnte auch eine Woche gehen», so Auf der Maur. Mehr sei aber nicht vorstellbar, weil das Wasser im Winter in der Regel schnell abfliesse.

Auf der Maur betont: «Die Männer werden die Höhle alle gesund verlassen.» Die Eingeschlossenen sind im Biwak. «Wir sagten ihnen, sie sollen kurze Touren in der Nähe machen.» Jasskarten sind vor Ort. Die Männer haben genug zu essen und können unter anderem auch Kaffee kochen.

Wann bekommen sie den Höhlerkoller?

Der Höhlenkoller sei kurzfristig kein Problem, sagt Draganits. Nach ein paar Tagen könne er auftreten, das sei aber sehr individuell. Im Notfall könne man den Höhlenarzt zu den Eingeschlossenen schicken.

Das Ausharren im Biwak sei auch nicht so schlimm. Den Ort bezeichnet er sogar als «Wohlfühloase». «Das wird das Erlebnis ihres Lebens.»

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