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Mehrheit würde Billag-Gebühren abschaffen

Die SRG muss zittern: Die Zustimmung für die No-Billag-Initiative ist gross.

Umstritten: eine Billag-Rechnung für Radio- und Fernsehgebühren, wie sie jährlich in die Schweizer Haushalte flattert. (Archivbild)
Umstritten: eine Billag-Rechnung für Radio- und Fernsehgebühren, wie sie jährlich in die Schweizer Haushalte flattert. (Archivbild)
Christine Beutler, Keystone
Die prominenteste Kritikerin der SRG: SVP-Nationalrätin Natalie Rickli.
Die prominenteste Kritikerin der SRG: SVP-Nationalrätin Natalie Rickli.
Keystone
Heiss diskutiert: Am 25. September nimmt der Nationalrat die Debatte um die Billag wieder auf.
Heiss diskutiert: Am 25. September nimmt der Nationalrat die Debatte um die Billag wieder auf.
Anthony Anex, Keystone
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Die No-Billag-Initiative bewegt. Stolze 69 Nationalräte haben sich in die Rednerliste eingeschrieben, um ihre Meinung zur Abschaffung der Billag-Gebühren kundzutun. Mit dem Ergebnis, dass wegen der hohen Anzahl vergangene Woche ein Entscheid vertagt werden musste. Die Debatte wird am 25. September im Nationalrat wieder aufgenommen.

Auch das Meinungsforschungs-Institut Demoscope hat sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema befasst und 1000 stimmberechtigte Schweizer telefonisch dazu befragt. Die repräsentative Erhebung brachte zutage: Fände die Abstimmung zur No-Billag-Initiative schon an diesem Wochenende statt, würde sie knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) sicher oder eher annehmen. Bei den Männern wären es gar 50 Prozent. 37 Prozent würden sicher oder eher ablehnen.

Grund für die Annahme der Initiative: In erster Linie sehen die Befragten Sparpotenzial. 27 Prozent möchten Geld sparen, 19 Prozent finden den Billag-Beitrag zu hoch und 16 Prozent sind generell gegen den Gebührenzwang.

Gegner der Initiave halten an Status quo fest

Auf der Gegenseite will man hauptsächlich nichts am Status quo ändern: Fast jeder Dritte, der die Initiative heute ablehnen würde, hat als Begründung angegeben, nichts an der jetzigen Praxis ändern zu wollen (29 Prozent). 24 Prozent sind für einen Service Public, 21 Prozent befürchten eine Qualitätseinbusse, wenn die Gebühren wegfallen würden.

Gegenvorschlag als Option

Eine Alternative zur Inititative, die Gebühren zum Beispiel um 20 Prozent zu senken, sehen 65 Prozent als taugliche Lösung. 27 Prozent der Befragten wären bereit, einen Betrag von 200 Franken für das Radio- und Fernsehangebot der SRG zu zahlen, 20 Prozent 300 Franken und 17 Prozent 400 Franken.

Die Umfrage hat Demoscope zwischen dem 28. August und 12. September durchgeführt und dafür zufällig ausgewählte Privathaushalte in der Schweiz kontaktiert.

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