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Mont-Blanc-Flug: Bazl eröffnet Untersuchung

Zwei Schweizer sind mit einer Piper auf den höchsten Berg Europas geflogen. Nun hat die Luftfahrt-Behörde reagiert.

Verbotener Trip auf das Dach Europas: Ein Alpinist hat das Flugzeug geknipst. (Bild: Facebook/Laurent Leemans)
Verbotener Trip auf das Dach Europas: Ein Alpinist hat das Flugzeug geknipst. (Bild: Facebook/Laurent Leemans)

Die Empörung ist gross, nachdem zwei Schweizer mit einem Kleinflugzeug auf 4450 Metern Höhe des Mont Blanc gelandet waren und sich auf den Weg zum Gipfel gemacht hatten. Der Bürgermeister von Chamonix-Mont-Blanc, Eric Fournier, sprach angesichts der umweltfeindlichen Landung mit dem Flugzeug von einer «Provokation» der beiden Männer. Die Polizei erklärte, man suche noch nach einem passenden Wort für das Vergehen.

Nun hat auch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) reagiert und am Mittwoch eine Untersuchung gegen den Piloten des Flugs eröffnet, wie die Behörde in Bern gegenüber tamedia.ch bestätigt.

Polizisten hätten das Kleinflugzeug auf 4450 Metern Höhe östlich des Mont-Blancs entdeckt – in einer Militärzone, die «grundsätzlich nicht» als Landeplatz in den Bergen zugelassen sei, sagte Polizeioberst Stéphane Bozon gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Eine Identitätsüberprüfung bei den beiden Insassen des Flugzeugs habe ergeben, dass es sich um zwei Schweizer handle. Die Polizisten verwiesen die Bergsteiger des Platzes, worauf diese gleich wieder abhoben.

«Nicht tolerierbare Schädigung»

Bürgermeister Fournier sprach von einer «nicht tolerierbaren Schädigung der Umwelt im Hochgebirge und der existierenden Massnahmen, um diese zu schützen».

Wegen der zahlreichen Bergsteiger, die jährlich den Mont-Blanc erklimmen, kämpfen die Behörden mit den Sicherheitsbedingungen und dem Umweltschutz rund um den höchsten Berg Europas. Seit Mai müssen Bergsteiger, die die «normale» Route zum Gipfel auf 4810 Metern nehmen, eine Reservierung für eine der Hütten vorweisen. Die Hütten waren bisher oft überbelegt.

SDA/fal

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