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Knackpunkte bei der PlanungSchweizer Flop bei Grippe-Vorsorge weckt Furcht vor Corona-Impfchaos

Dieses Jahr sollen 2,5 Millionen in der Schweiz gegen Grippe geimpft werden. Wer die ersten Injektionen erhält, ist Zufall. Für die noch grösser angelegte Covid-Impfung verheisst das nichts Gutes.

Influenza-Injektionen: Die Grippeimpfung 2020 ist eine Art Testlauf für eine Covid-Impfaktion.
Influenza-Injektionen: Die Grippeimpfung 2020 ist eine Art Testlauf für eine Covid-Impfaktion.
Foto: Samuel Schalch

Die erste Schweizer Grossimpfung ist angelaufen: Dieses Jahr sollen 2,5 Millionen Menschen und damit doppelt so viele wie sonst gegen Grippe geimpft werden. Dies innerhalb nur weniger Wochen. (Lesen Sie hier den Aufruf des Bundesamtes für Gesundheit.) Die Aktion kann als Probelauf für die für nächstes Jahr erwartete Covid-Impfung gelten, bei der fast 5 Millionen Menschen in der Schweiz geimpft werden sollen. Es zeigen sich jedoch erhebliche Schwachstellen.

Zu wenig Impfdosen

Grippe

Der Grippeimpfstoff ist weltweit knapp – so wie auch die ersten Covid-Impfstoffe dies sein werden. Das heisst, es braucht ein koordiniertes Vorgehen und vorausschauende Planung bei der Beschaffung. Genau das fehlte schon bei der Bestellung der Grippe-Vakzine. Die Schweiz versäumte es, im März die Lage richtig einzuschätzen und genügend Impfdosen zu bestellen. Zuständig dafür ist der freie Markt, das heisst Arztpraxen, Apotheken oder Alters- und Pflegeheime. Im Chaos der ersten Corona-Welle vergassen es einige jedoch schlicht, Bestellungen abzugeben. Lassen sich alle Risikogruppen impfen, hat die Schweiz nur rund die Hälfte der benötigten Impfungen parat.

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