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Bezirksgericht BülachGewalt gegen seine Partnerin bringt Mann ins Gefängnis

Über vierzigmal hat ein Mann seine Partnerin verprügelt, hat sie gewürgt und bedroht. Vor Gericht zeigte er viel Reue und hoffte, dem Gefängnis zu entgehen – vergebens.

Immer wieder ging der Mann brutal auf seine Partnerin los und würgte sie dabei auch mehrfach.
Immer wieder ging der Mann brutal auf seine Partnerin los und würgte sie dabei auch mehrfach.
Symbolfoto: Peter Wuermli

Ja, er habe seine Partnerin mindestens vierzigmal mit den Fäusten geschlagen, ihr Ohrfeigen versetzt, sie gewürgt. Und ja, er habe sie wiederholt in der Wohnung eingesperrt und sie genötigt, ihre Arbeitsstelle aufzugeben. Auch dass er seine Partnerin nach der Trennung mit Telefonaten, SMS und E-Mails terrorisierte, beschimpfte und beleidigte, bestreitet der heute 30-Jährige nicht. Wenigstens nicht vor dem Bülacher Bezirksgericht. Bis vor 14 Tagen sah das noch anders aus. Dann legte er ein umfassendes Geständnis ab.

«Weshalb dieser Sinneswandel?», wollte der Vorsitzende am Mittwoch vom Schweizer wissen. Er habe erkannt, dass er etwas gegen seine Probleme tun könne, antwortete dieser. Dafür müsse er die Verantwortung für seine Taten tragen. «Ich nehme nun jede Hilfe in Anspruch, damit ich so etwas nie mehr mache.» Es sei die Mischung aus Kokain- und Alkoholmissbrauch und starker Eifersucht gewesen, die bei ihm zu einem Kontrollzwang geführt habe. Dies wiederum habe in ihm die paranoide Vorstellung ausgelöst, dass seine Partnerin ihn betrüge. «Ich verlangte von ihr, dass sie sich für ihr Fremdgehen entschuldigt.» Und weil sie das nicht tat – «weil sie ja gar nicht fremdgegangen war» –, habe er sie bestraft, wofür er sich heute so sehr schäme. Drei Monate dauerte die Beziehung zwischen ihm und der zweifachen Mutter. Bis diese Mitte 2017 zu ihren Eltern flüchtete – im Bauch das Kind, das während der Beziehung gezeugt wurde.

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