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Strassensanierung in NeerachSeltene Schnecken vor den Baumaschinen retten

Die Kantonsstrasse bei Neerach wird erneuert. Dadurch sind die dort lebenden Quendelschnecken gefährdet. Ein Kenner hat sie tagelang auf den Knien eingesammelt.

Während links und rechts der Verkehr vorbeibraust, sammelt Peter Müller die winzigen Quendelschnecken ein.
Während links und rechts der Verkehr vorbeibraust, sammelt Peter Müller die winzigen Quendelschnecken ein.
Foto: Johanna Bossart

Für Menschen mag dies ein ziemlich unwirtlicher Ort sein: Lastwagen und Autos brausen fast pausenlos über die Glattalstrasse zwischen Hochfelden und Niederglatt. Bei der Ortseinfahrt Neerach, neben dem Geschäftshaus Riedpark, rattern derzeit auch noch Bagger und Maschinen. Doch genau diese Stelle hat sich eine seltene Schneckenart als Lebensraum ausgesucht: Auf den beiden Grasinseln zwischen den Strassenrichtungen verbergen sich winzige Quendelschnecken. Die meisten von ihnen sind nur etwa so gross wie Linsen, die Jungtiere sogar so klein wie Stecknadelköpfe. «Sie brauchen einen sonnigen, mageren Standort», erklärt Peter Müller. Letzte Woche hat der Biologe in Neerach die Tiere im Auftrag des kantonalen Tiefbauamts vor den Baumaschinen gerettet. Denn zwischen Anfang April und August wird die Kantonsstrasse saniert. Da die Quendelschnecke auf der Roten Liste der Schweizer Weichtiere aufgeführt ist, schreibt das Gesetz geeignete Schutz- und Ersatzmassnahmen vor.

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