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Sportliches AbenteuerSforza wird neuer Basel-Trainer

Ciriaco Sforza übernimmt die Geschicke am Rheinknie. Der 50-Jährige verlässt den FC Wil und tritt beim FCB die Nachfolge von Marcel Koller an.

Ciriaco Sforza soll den FC Basel wieder auf Kurs bringen.
Ciriaco Sforza soll den FC Basel wieder auf Kurs bringen.
Foto: Salvatore Di Nolfi/Keystone

Die Anzeichen haben sich in den letzten Stunden verdichtet. Noch ist nichts offiziell, aber der neue FCB-Trainer heisst wohl Ciriaco Sforza. Lange kursierten die Namen von Markus Weinzierl oder Alexander Zorniger. Aber auch Bruno Berner wurde genannt, wenn um die Nachfolge von Marcel Koller als Basel-Trainer spekuliert wurde. Erst nach dem Rücktritt von U21-Trainer Alex Frei, dem Kronfavoriten auf den Posten, kam der Name von Ciriaco Sforza ins Spiel.

Am Montag habe man sich schon zu Gesprächen im Basler Club de Bâle – FCB-Boss Burgener ist VR-Präsident – getroffen. Laut Informationen von «20 Minuten» fehlte Sforza im Wil-Training und soll in Basel gesehen worden sein. Wil-Präsident Maurice Weber: «Sforza hat noch Vertrag bis 2022. Bei mir ist noch keine Anfrage aus Basel angekommen.» Sforza habe aber eine Ausstiegsklausel, bestätigte Weber. Knapp 24 Stunden später vermeldete der «Blick»: «Sforza wird FCB-Trainer!» und habe einen 2-Jahresvertrag unterschrieben.

Der Challenge-Ligist, bei dem der ehemalige Schweizer Internationale zuletzt Trainer war, soll eine Ablöse von 300’000 Franken kassieren. Sforza wäre nach Christian Gross und Marcel Koller bereits der dritte FCB-Trainer, der seine Sporen unter anderem beim FC Wil abverdiente. Seine Trainerkarriere begann der heute 50-Jährige beim FC Luzern, wo er zwei Jahre auf der Trainerbank sass. Via Wohlen, Thun und danach einer schöpferischen Pause landete er im Frühling 2019 in der Ostschweiz.

Der 50-Jährige hat ein gutes Händchen für junge Spieler.
Der 50-Jährige hat ein gutes Händchen für junge Spieler.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus

Sforza gilt als guter Ausbildner, der laut Weber in diesem Jahr zehn junge Spieler in die Super League gebracht hat. Genau diese Qualität wünscht sich FCB-Präsident Burgener für den FCB. Fabian Frei aber sagt auf den Namen Sforza angesprochen: «Ich hatte mal ein Gespräch mit Ciri vor x Jahren, als ich noch bei St. Gallen spielte und hatte einen guten Eindruck. Er war diskussionslos ein super Fussballer. Er weiss wie es geht und macht jetzt einen guten Job bei Wil.» Und vielleicht auch bald beim FCB. Am 1. September soll Sforzas erster Arbeitstag in Basel sein. Aber die offizielle Bestätigung vom FCB steht noch aus.