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Ehepaar aus HochfeldenSie helfen Flüchtenden auf Samos mit eigenem Hilfswerk

Viele Menschen überlegen, ob Ferien in Griechenland möglich sind. Julia Minder und Simon Bader sind längst dort. Aber nicht als Touristen. Sie bauen mitten im Flüchtlingselend Werkstätten auf.

Simon Bader und Julia Minder in der ehemaligen Gerberei aus Samos, in der sie ihre Werkstätten aufbauen.
Simon Bader und Julia Minder in der ehemaligen Gerberei aus Samos, in der sie ihre Werkstätten aufbauen.
Bild; PD

Julia Minder und ihr Partner Simon Bader leben seit acht Monaten auf der griechischen Insel Samos. Was sie dort jeden Tag sehen, hat nichts mit den Prospekten der Reiseanbieter zu tun. Auf ihrer Website schildern es die beiden Hochfelder so: «Die Lebensbedingungen sind vernichtend. Die Menschen leben in Müllbergen, zwischen Ratten und Schlangen, die Zelte sind undicht, Sanitäranlagen unzureichend und das Essen, für das man mehrere Stunden anstehen muss, ist ungeniessbar oder gar verdorben.»

Diese Schilderungen beschreiben die Zustände im und vor allem auch neben dem Flüchtlingscamp auf der Insel. Das sogenannte Registrierungs- und Identifikationscenter (RIC) ist auf 650 Menschen ausgelegt. Da das Lager mit über 3500 Menschen hoffnungslos überfüllt ist, leben die meisten Asylsuchenden jedoch in den angrenzenden Olivenhainen, dem sogenannten Dschungel – unter grauenvollen Umständen.

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